1. Startseite
  2. Unternehmen
  3. Mittelstand
  4. Benteler: Der neue Chef setzt sich ehrgeizige Ziele

FamilienunternehmenDer neue Benteler-Chef setzt sich ehrgeizige Ziele

Der Familienkonzern Benteler hat seinen Umsatz um sechs Prozent gesteigert. Doch der neue Chef der Traditionsgruppe hat bis 2022 noch größere Pläne.Anja Müller 16.03.2018 - 14:12 Uhr Artikel anhören

Der neue Chef des Familienunternehmens setzt sich ehrgeizige Ziele.

Foto: PR

Düsseldorf. Der seit knapp einen Jahr amtierende Vorstandschef der Benteler-Gruppe, Ralf Göttel hat sich ehrgeizige Zukunftsziele gesetzt. Er will nicht nur den Gesamtumsatz bis 2022 auf 11,3 Milliarden Euro steigern, sondern auch die weltweiten Umsätze neu verteilen.

So sollen in Europa künftig nur noch 40 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet werden, zurzeit sind es noch mehr als 60 Prozent. In Asien und in Amerika soll der Umsatzanteil auf jeweils 30 Prozent steigen. In Asien beträgt der Umsatzanteil bislang rund elf Prozent, Nordamerika rund 20 Prozent und Südamerika sechs Prozent.

Göttel, der zuvor die Automobilsparte drei Jahre lang führte, legte am Freitag zum ersten Mal die Zahlen für den gesamten Familienkonzern vor. Er war im April 2017 als Nachfolger von Hubertus Benteler angetreten, der das Unternehmen 26 Jahre geführt hatte.

Hubertus Benteler

Der Patriarch tritt ab

Und Göttel  zeigt sich zufrieden: Der Umsatz stieg um 5,8 Prozent auf mehr als 7,8 Milliarden Euro, der operative Gewinn sogar um mehr als acht Prozent auf knapp 207 Millionen Euro.

Hingegen sei das Konzernergebnis wegen Sondereffekten im Vorjahr  auf knapp 101 Millionen gefallen, das entspricht einem Rückgang um rund  neun Prozent. Die EBIT-Marge liegt bei 2,6 Prozent.

Benteler wird vor allem als Autozulieferer wahrgenommen, weil die Automobilsparte rund 78 Prozent zum Umsatz beiträgt und im abgelaufenen Jahr um mehr als sieben Prozent auf knapp 6,3 Milliarden Euro Umsatz gewachsen ist. So liefert Benteler zum Beispiel Chassis, Leichtbau-Komponenten und Batteriewannen für die Elektromobilität.

Eigenkapitalquote leicht gesunken

Die größte Investition in der Firmengeschichte aber ist das Warmrohrwerk in Shreveport in den USA, das zur Unternehmenssparte Stahl/Rohr gehört, die knapp 13 Prozent zum Gesamtumsatz der Gruppe beiträgt.

Das Werk hat seine volle Auslastung noch nicht erreicht, habe seinen Output im vergangenen Jahr aber verdreifacht. Konkretere Zahlen gibt Göttel nicht preis, er verriet nur so viel: „2020 werden dort 300.000 Tonnen verarbeitet.“

Modeunternehmerin Roberta Benteler

Style statt Stahl

Verwandte Themen
Deutschland

Der Geschäftsbereich Stahl/Rohr hatte im Jahr 2016 einen Umsatzrückgang um knapp sieben Prozent verzeichnen müssen und ist nun 2017 um 24 Prozent auf mehr als eine Milliarde Euro Umsatz angewachsen. Der Grund für den großen Umsatzsprung liege vor allem in der gestiegenen Nachfrage nach Ölfeldrohren und Effizienzprogrammen.

Die Eigenkapitalquote hat sich leicht verringert von knapp 23 Prozent auf 21,4 Prozent. Göttel sagte dazu im Gespräch mit dem Handelsblatt, dass er vor allem in Zukunft investieren wolle.

Insgesamt investiert Benteler rund 90 Millionen in Forschung und Entwicklung, doch Göttel gibt zu bedenken, dass es nicht leicht sei, die Grenze festzulegen, wann ein Entwicklungsprojekt mit dem Kunden dazuzuzählen sei. „Wir sind nicht börsennotiert, wir müssen die F&E Ausgaben in der Außendarstellung nicht maximieren“ sagte er dem Handelsblatt.

Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
remind.me
Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen
Anzeige
Homeday
Immobilienbewertung von Homeday - kostenlos, unverbindlich & schnell
Anzeige
IT Boltwise
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Presseportal
Direkt hier lesen!
Anzeige
STELLENMARKT
Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden
Anzeige
Expertentesten.de
Produktvergleich - schnell zum besten Produkt