Familienunternehmen: Haniel sucht neuen Chef – mit diesen Zahlen muss er arbeiten
Düsseldorf. Der Duisburger Familieninvestor Haniel hat ein turbulentes Geschäftsjahr hinter sich. Personell gab es 2023 wohl den größten Umbau an der Spitze des 1756 gegründeten Familienunternehmens aus Duisburg.
Mitte September verließ Geschäftsführer Thomas Schmidt das Unternehmen. Er hatte sich mit dem erst seit Mai 2023 amtierenden Aufsichtsratschef Max Schwaiger, der ein Mitglied der Haniel-Familie ist, auf die vorzeitige Beendigung seines Vertrags verständigt. Zuvor hatte der bisherige Finanzchef Florian Funck nach mehr als 20 Jahren verkündet, das Unternehmen zu verlassen. Seit April arbeitet er in gleicher Funktion beim Laborausrüster Sartorius.
Die Zahlen für 2023 fallen sehr gemischt aus. Haniel konnte seinen Umsatz zwar um fünf Prozent auf 4,431 Milliarden Euro steigern. Das operative Ergebnis (Ebita) sank hingegen um 13 Prozent – von 310 Millionen auf 270 Millionen Euro. Der Verlust verringerte sich unter dem Strich von 108 Millionen auf 75 Millionen Euro. Das geht aus dem Geschäftsbericht des Familienkonzerns hervor, der am Freitag veröffentlicht wurde.