Chipindustrie: Schweres Erdbeben vor der Ostküste Taiwans
Tokio. Taiwan ist am Mittwoch von einem schweren Erdbeben erschüttert worden. Es war das stärkste Beben in dem Inselstaat seit 25 Jahren. Den nationalen Behörden zufolge sind neun Menschen gestorben, mehr als 960 Menschen galten als verletzt.
Zwei deutsche Staatsbürger seien den Behördenangaben zufolge aus einem Tunnel, in dem sie zuvor eingeschlossen gewesen waren, befreit worden. Insgesamt werde von 77 Verschütteten ausgegangen. Die Behörde spricht von mehr als 900 Unfällen verschiedenster Art. Tsunami-Warnungen wurden zwar rasch wieder aufgehoben, aber viele Häuser in der Region wurden stark beschädigt, einige stehen schief.
Das Beben ruft auch eines der Risiken der globalen Chiplieferkette in Erinnerung. Denn auch in der Hauptstadt Taipeh und den Chipzentren an der West- und Südküste der Insel waren die Erschütterungen zu spüren.
Die taiwanische Wetterbehörde registrierte an der südöstlichen Küste der Insel bei der Stadt Hualien in einer Tiefe von 15,5 Kilometern eine Bebenstärke von 7,2. Die Erdbebenwarte in den USA (USGS) gab eine Stärke von 7,4 in dem Gebiet an. In Japan sprachen die Behörden laut Medienberichten sogar von einer Stärke von 7,7.