Varta-Aktie: Sanierung bei Varta greift zu kurz, Aktienkurs auf Rekordtief
München, Düsseldorf. Der Ausverkauf von Varta an der Börse setzt sich am Montag fort. Die Aktie des schwäbischen Batterieherstellers verliert am Vormittag weitere knapp neun Prozent, nachdem sie am Freitag bereits um 31 Prozent abgestürzt war. Das Tagestief von 8,86 Euro am Montag ist der niedrigste Stand seit dem Börsengang im Jahr 2017.
Auslöser dafür sind Sorgen um die weitere Unternehmensentwicklung. In einer Mitteilung vom Donnerstagabend hatte Varta erklärt, die erst vor gut einem Jahr mit den Banken und dem Mehrheitsaktionär Michael Tojner vereinbarte Sanierung greife zu kurz, um wie geplant bis Ende 2026 „auf einen profitablen Wachstumskurs zurückzukehren“. Die Geschäfte mit kleinen Lithium-Ionen-Knopfzellen für Kopfhörer sowie mit Energiespeichern für aus Photovoltaik-Dächern produzierten Strom laufe schlechter als gedacht.
Die Abrufe der Lithium-Ionen-Batterien schwankten stark, vor allem die Konkurrenz aus Asien liefere billiger und die Händler säßen auf großen Lagerbeständen. Der Cyberangriff auf Varta im Februar, der die Produktion wochenlang lahmlegte, habe die finanzielle Lage noch verschärft.