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BayernPolizei soll Anschlag auf Bundeswehrsoldaten verhindert haben

Ein mutmaßlicher Islamist soll einen Machetenangriff auf Bundeswehrsoldaten geplant haben. Die Polizei nahm am Donnerstag in der Region Hof einen 27-jährigen Syrer fest. 13.09.2024 - 14:23 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Polizeiauto auf dem Gelände der Oberfranken-Kaserne: Der Dienststelle gehören rund 450 Kräfte an. Foto: Pia Bayer/dpa

München. Ermittler in Bayern haben einen 27-jährigen Syrer wegen Anschlagsplänen auf Bundeswehrsoldaten in der Region Hof in Oberfranken festgenommen.

Man gehe davon aus, dass der Mann mit zwei Macheten möglichst viele Soldaten in deren Mittagspause in der Innenstadt der Stadt Hof habe töten wollen, teilte die Generalstaatsanwaltschaft München mit. Die entsprechenden Waffen soll der Verdächtige demnach schon gekauft haben.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der 27-Jährige Anhänger einer radikal-islamischen Ideologie ist. Mit dem Anschlag habe er die Bevölkerung verunsichern und Aufsehen erregen wollen. Er werde der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat verdächtigt. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.

Beschuldigter hatte keine Vorstrafen

Vor zehn Jahren war der Mann nach Informationen der Generalstaatsanwaltschaft nach Deutschland eingereist. Er genieße sogenannten subsidiären Schutz.

Dieser eingeschränkte Schutz gilt für Menschen, die nicht als individuell verfolgte Flüchtlinge anerkannt werden, aber stichhaltige Gründe liefern, warum ihnen bei einer Rückkehr in ihr Herkunftsland ernsthafte Schäden - etwa durch Bürgerkrieg - drohen. Eine Abschiebung des 27-Jährigen war den Angaben zufolge nicht geplant.

„Der Beschuldigte hat keine Vorstrafen“, so die Generalstaatsanwaltschaft. Nach den Worten des Hofer Landrats Oliver Bär (CSU) hatte sich der Mann eine Wohnung im Landkreis Hof gemietet.

Verdächtiger in U-Haft

Polizisten hätten den Mann am Donnerstag in der Region Hof festgenommen. Hinweise von Zeugen haben es nach Aussage von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann ermöglicht, die mutmaßlich geplanten Anschläge auf Bundeswehr-Soldaten zu verhindern. „Anlass war ein Zeugenhinweis aus dem Umfeld des Beschuldigten“, sagte der CSU-Politiker in München zur Festnahme eines 27-jährigen Syrers.

Der Zeugenhinweis sei am Mittwoch bei der Polizei eingegangen. Der Fall zeige, die Ermittlungsbehörden handelten „bei Verdacht sofort, denn der Schutz unserer Bevölkerung steht an oberster Stelle“.
Am Freitagmorgen habe ein Ermittlungsrichter Haftbefehl erlassen. Der Verdächtige sitze nun in Untersuchungshaft. Die Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus bei der Generalstaatsanwaltschaft München ermittelt weiter in dem Fall.

Die Kaserne in Hof ist der einzig verbliebene Bundeswehr-Standort in Oberfranken. Die Kaserne beherbergt die Zentrale Untersuchungsstelle der Bundeswehr für Technische Aufklärung.

Der Dienststelle gehören rund 450 Kräfte an. Angehörige der Bundeswehr sind in Hof im Stadtbild durchaus präsent, beispielsweise an Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel.

Oberbürgermeisterin: „Unsere Stadt steht zusammen“

Hofs Oberbürgermeisterin Eva Döhla (SPD) reagierte erschüttert auf die mutmaßlichen Anschlagpläne. „Etwas Vergleichbares gab es bei uns in Hof bislang noch nie - das Zusammenleben mit mehr als 48.000 Menschen aus 127 Ländern verlief stets friedlich, und wir werden alles tun, dass dies auch in Zukunft so bleibt“, teilte sie mit.

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„Ich bin der Polizei und den Sicherheitskräften darum von ganzem Herzen dankbar, dass sie mit ihrem entschlossenem Eingreifen ein schlimmes Verbrechen verhindert haben.“

dpa
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