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BankenBafin will Handel mit Turbo-Zertifikaten einschränken

Aufseher Thorsten Pötzsch sagt im Interview, warum die Finanzaufsicht den massenhaften Verkauf dieser Produkte strenger reglementieren will – und wie viel Geld Anleger damit verloren haben.Yasmin Osman, Andreas Kröner 22.05.2025 - 08:45 Uhr Artikel anhören
Thorsten Pötzsch: Der Bafin-Exekutivdirektor will künstliche Kaufanreize für Turbo-Zertifikate untersagen. Foto: IMAGO/funke foto services

Frankfurt. Die Finanzaufsicht Bafin will das Geschäft mit Turbozertifikaten einschränken. Dabei handelt es sich um Finanzprodukte, durch die Anleger mit einem Hebel auf die Entwicklung von Basiswerten wie Aktien, Währungen oder Rohstoffen wetten können. Dieser Hebel verstärkt die Kursbewegungen. Zudem besteht das Risiko, dass die Zertifikate gekündigt und wertlos werden, wenn innerhalb eines definierten Zeitraums bestimmte Kursschwellen erreicht werden.

Die Bafin hatte in einer Untersuchung festgestellt, dass von 2019 bis 2023 in Deutschland 74 Prozent der Kleinanlegerinnen und Kleinanleger mit Turbozertifikaten Verluste erlitten haben. Sie will deshalb nun mehrere Maßnahmen erlassen, um deren Verkauf zu erschweren.

Die Banken müssen künftig vor dem Handel den Kunden eine Warnmeldung zukommen lassen, in der auf das hohe Verlustrisiko hingewiesen wird. Zudem müssen sie mit einem Wissenstest prüfen, ob die Kunden die Funktionsweise des Produkts verstanden haben. Darüber hinaus dürfen die Institute keine speziellen Kaufanreize für Turbozertifikate setzen, etwa Bonuszahlungen oder reduzierte Ordergebühren.

„Viele Kleinanleger sind sich über die Risiken dieser Produkte nicht vollständig im Klaren“, sagte Bafin-Exekutivdirektor Thorsten Pötzsch dem Handelsblatt. Er wies zudem darauf hin, dass etwa 70 Prozent der Turbozertifikate weniger als 24 Stunden gehalten werden. „Das ist näher am Glücksspiel als an langfristiger Vermögensanlage“, sagte der Aufseher.

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