US-Anleihen: Versteigerung von 30-jährigen Staatsanleihen stößt auf großes Interesse
New York. „Kollektives Aufatmen“ am US-Anleihemarkt: Eine mit Spannung erwartete Versteigerung von 30-jährigen US-Staatsanleihen verzeichnete am Donnerstag eine überraschend hohe Nachfrage. Zuvor hatten die US-Anleger die Sorge umtrieben, dass Investoren langfristige Schuldentitel der US-Regierung meiden könnten.
Das hohe Haushaltsdefizit der US-Regierung und der von US-Präsident Donald Trump angezettelte Handelskrieg hatten Investitionen in die USA zuletzt teilweise verlangsamt. Die heutige Auktion im Volumen von 22 Milliarden US-Dollar signalisiert jedoch ein robustes Interesse an US-amerikanischen Investments. Die Auktion brachte eine Rendite von 4,844 Prozent ein – etwas weniger als das Renditenniveau im Handelsverlauf. Dies deutete auf eine solide Nachfrage hin, woraufhin 30-jährige Anleihen ihre Kursgewinne ausbauten.
Die Rendite der 30-jährigen Schuldentitel liegt nun wieder unter dem Niveau, das sie erreichte, bevor die Ratingagentur Moody's den USA im Mai das letzte verbliebene Top-Rating entzog. Die Ratingagentur begründete den Schritt mit einem stetig wachsenden Haushaltsdefizit – ohne Anzeichen für eine Trendwende.
Eine vorherige Auktion für 20-Jährige Staatsanleihen war im Mai noch auf weniger Interesse gestoßen. Dies hatte einen Ausverkauf ausgelöst und die Renditen der 30-jährigen Titel auf ein Niveau von 5,15 Prozent steigen lassen – nur knapp unter dem Höchststand der vergangenen zwei Jahrzehnte. Auch die letzte Auktion von 30-jährigen Anleihen war auf eher schwaches Interesse gestoßen.