Künstliche Intelligenz: Wie Chatbots und KI-Algorithmen in Software Einzug halten
Berlin. Mit dem digitalen Wandel des Gesundheitswesens steigen die Ansprüche an moderne Praxisverwaltungssoftware (PVS). Vor allem Start-ups bringen Erneuerungen: KI-gestützte Anwendungen, smarte Workflows und flexible Cloud-Lösungen. Doch auch etablierte Unternehmen bieten neue Anwendungen – und Künstliche Intelligenz ist längst Teil ihrer Produktstrategie.
Medatixx, einer der führenden Anbieter für Praxissoftware mit etwa 30 Prozent Marktanteil, präsentierte auf der diesjährigen DMEA den „Health Hub“: eine offene Plattform, über die Praxen digitale Zusatzmodule wie Terminplanung, Videosprechstunden oder KI-Assistenzsysteme integrieren können. „Kunden sollen sich damit ihre perfekte digitale Praxis zusammenstellen können“, sagt Michael Schober, Leiter Plattform- und Geschäftsentwicklung.
Dieser Ansatz kommt auch in der ärztlichen Praxis an: „Dass sich Ärztinnen und Ärzte über offene Schnittstellen die Tools ihrer Wahl zusammenstellen können, ergibt Sinn“, sagt Hausarzt Stefan Spieren. „Wir wollen nicht dazu verdonnert werden, alle Lösungen aus einer Hand zu kaufen.“
Über die ePA mit dem Copiloten chatten
Neben der Öffnung für Drittanbieter entwickelt Medatixx eigene KI-Tools. Im Juli erscheint der „Medatixx-Copilot“, ein Chatbot, der medizinisches Fachpersonal bei Fragen zur ePA oder zum E-Rezept unterstützt – direkt im System, ohne Hotline. Langfristig soll er auch komplexe Aufgaben übernehmen, etwa die Abfrage von chronisch kranken Patienten.