Doctolib: Start-up launcht Patientenmessenger
Immer mehr Patienten buchen ihre Arzttermine in der App. Foto: IMAGO/Rüdiger Wölk
Foto: HandelsblattKöln. Die Location, die Doctolib für die Feier zum zehnjährigen Bestehen des Start-ups gewählt hatte, war an Symbolik kaum zu überbieten. Bis in den 45. Stock konnten Gäste gestern Abend mit dem Aufzug im Kölner Colonia-Haus fahren, dem ehemals höchsten Wohnhochhaus Deutschlands. Hoch hinaus will das französische Start-up auch im deutschen Gesundheitsmarkt. Mit einer neuen Messenger-Funktion für Patienten will das Start-up diesem Ziel ein Stück näherkommen.
Zeitgleich fanden Jubiläumsveranstaltungen in München, Berlin und Hamburg statt - also dort, wo Doctolib eine gute Marktdurchdringung erreicht hat.
Mit dem Terminbuchungssystem des Start-ups sollen Patienten schneller einen Arzttermin finden - und Praxismitarbeiter weniger Telefonate führen müssen. Gestartet ist Doctolib mit seinem Geschäftsmodell in Frankreich. Dort ist es für Patienten schwieriger, Ärzte zu erreichen, weil diese ihre Praxen oft allein führen. In Deutschland arbeiten zwar medizinische Fachangestellte mit, aber die Belastung ist durch viele Patientenanfragen per Telefon und Mail dennoch hoch.
Längst bietet Doctolib seinen deutschen Kunden weitere Dienste an. Zum Beispiel einen Messenger-Dienst, mit dem Ärzte untereinander chatten können, oder ein Patientenportal für Krankenhäuser.