Verteidigung: Deutschland will mit Nato und USA Schutz Grönlands verstärken
Berlin. Nato-Staaten prüfen nach Worten von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) einen verstärkten gemeinsamen Schutz der arktischen Region um Grönland. Dies sei keine rein amerikanische Angelegenheit, sondern ein Interesse der gesamten Nato und Europas, sagte der Verteidigungsminister beim Antrittsbesuch der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas am Dienstag in Berlin.
„Es geht um Überwachung, es geht um Patrouillen, es geht um sehen, was passiert unter Wasser, über Wasser und in der Luft. Es geht um – wie gesagt – Aufklärung und es geht um regelmäßiges Üben vor Ort, um zu zeigen, dass wir da sind“, sagte der SPD-Politiker.
Einige Nato-Partner seien dabei, zusammen mit der Nato zu erörtern und auszuloten, welche Maßnahmen sinnvoll seien und was nötig sei, sagte Pistorius.
Es sei aber zu früh, um über konkrete Schritte zu reden, antwortete der Minister auf die Frage, ob es Pläne für eine gemeinsame Nato-Mission zur Absicherung des arktischen Raums gebe. „Wir sind uns einig, dass Sicherheit im Nordatlantik und in der Arktis nur multilateral und nur gemeinsam erreicht werden kann“, sagte er.
US-Präsident Donald Trump hat zuletzt wiederholt Ansprüche der USA auf Grönland erhoben und dies mit Sicherheitserfordernissen begründet.