Erderwärmung: CO₂-Ausstoß steigt durch Verbrennung von Kohle, Öl und Gas
Berlin. Die globalen CO₂-Emissionen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe werden sich auch 2025 erhöhen. Zu dieser Einschätzung kommt der am Donnerstagmorgen veröffentlichte Bericht des internationalen Forschungsverbunds „Global Carbon Project“.
Die Dekarbonisierung, also der klimafreundliche Umbau der Energiesysteme komme in vielen Ländern voran, heißt es in dem Bericht, an dem 133 Wissenschaftler aus 102 Organisationen in 21 Ländern beteiligt waren. Doch das reiche nicht aus, weil der Energiebedarf steige. Die Autoren prognostizieren, dass die weltweiten Treibhausgasemissionen in diesem Jahr um voraussichtlich 1,1 Prozent auf 38,1 Milliarden Tonnen CO2 steigen werden – und damit ein Rekordniveau erreichen.
2024 hatten sich die Emissionen letzten Berechnungen der Wissenschaftler zufolge ebenfalls um 1,1 Prozent im entsprechenden Vorjahresvergleich erhöht. Im Mittel der Jahre 2015 bis 2024 waren es jährlich 0,8 Prozent, gebremst durch die Coronapandemie. „Der ansteigende Trend von vor der Covid-Pandemie setzt sich fort“, sagt Mitautorin Judith Hauck, Wissenschaftlerin am Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven.
Zu den Emissionen aus der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas kommen CO2-Emissionen in Höhe von 4,1 Milliarden Tonnen durch Veränderungen bei der Nutzung von Land, etwa weil Wälder abgeholzt werden. Damit würden die gesamten CO2-Emissionen 2025 bei 42,2 Milliarden Tonnen liegen. „Das verbleibende Kohlenstoffbudget, um die globale Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, ist praktisch aufgebraucht“, heißt es warnend in dem Bericht.