Geldanlage: Vier Gründe, warum es woanders mehr Potenzial gibt als im Dax
Düsseldorf. Drei Kalenderjahre in Folge ist der Dax um gut 20 Prozent gestiegen: 2023, 2024 und 2025. Für viele unbemerkt hat der SDax, Deutschlands dritte Börsenliga, im abgelaufenen Jahr mit 25 Prozent noch stärker zugelegt als der Dax mit 23 Prozent. Vier Gründe sprechen dafür, dass Nebenwerte in SDax und MDax künftig besser laufen werden als der Dax.
1. Der Dax ist stark gestiegen
Sieben Rekordhochs hat der Dax in diesem Jahr bereits geschafft, nach 34 Rekorden im abgelaufenen Jahr. Davon ist der MDax weit entfernt. Bis zu seinem alten Hoch fehlen noch knapp zehn Prozent.
Der Dax ist auf Sicht von drei Jahren um 68 Prozent gestiegen. Der SDax hinkt mit 40 und der MDax noch stärker mit 13 Prozent hinterher. Historisch betrachtet ist diese Konstellation – stark steigender Dax, hinterherhinkende Nebenwerte – eine ungewöhnliche Situation.
Der MDax existiert zwar erst seit 1996, sein Kurs wird aber bis zur Einführung des Dax 1988 zurückgerechnet. Ausgangsbasis für beide Indizes sind 1000 Punkte. Im ersten Jahrzehnt liefen beide nahezu gleich, ehe sich vorübergehend der Dax deutlich absetzte. Das Platzen der Technologieblase, einhergehend mit einer tiefen Vertrauenskrise an den Börsen, ließ den Dax in den ersten drei Jahren nach der Jahrtausendwende aber um 75 Prozent abstürzen.