Digitalwährungen: Paypal will Kryptowährungen massentauglich machen
Die Kryptowelt steht vielleicht vor ihrem größten Wandel seit der Erfindung des Bitcoins im Jahr 2007.
Foto: imago images / Ikon ImagesFrankfurt. Groß war die Enttäuschung, die sich zu Beginn der Corona-Pandemie bei Bitcoin-Anhängern breitmachte: Im März drückte die Coronakrise die beliebteste aller Kryptowährungen auf unter 5000 Dollar, institutionelle Investoren stiegen aus. Doch nun kam die Wende: Am Mittwoch kletterte der Bitcoin auf über 12.800 Dollar – und erreicht so ein neues Jahreshoch.
Auslöser dafür war die Ankündigung des Online-Bezahldienstes Paypal, den Handel mit Kryptowährungen für Privatpersonen schon dieses Jahr massentauglich zu machen. Der Konzern will in den kommenden Wochen selbst einen neuen Kryptodienst anzubieten, der den Handel mit Bitcoin, Ethereum, Bitcoin Cash und Litecoin ermöglichen soll, vorerst in den USA. Zum Jahresanfang sollen die Nutzer dann auch mit Kryptowährungen für Artikel bezahlen können.
Paypal ist nur das bislang letzte Beispiel für den Umbruch am Kryptomarkt. Bei Wettbewerbern wie Square und Robinhood Markets ist der Handel mit Bitcoin und Co. zwar schon länger möglich, aber Experten gehen davon aus, dass der Einstieg von Paypal den Markt beflügelt. Das Unternehmen aus Kalifornien hat allein im zweiten Quartal Zahlungen von 222 Milliarden Dollar abgewickelt und zählt 346 Millionen Konten.