Autobauer: Opel strebt Marktanteil in Europa von vier Prozent an
Frankfurt. Um seine Werke auszulasten, will der Autobauer Opel seinen Marktanteil in Europa auf vier Prozent ausbauen. „Das wollen wir in den kommenden ein bis zwei Jahren schaffen, damit wir nachhaltig wirtschaften können und auf den Märkten relevant sind“, sagte Opel-Chef Florian Huettl der „Welt“ und „Business Insider“ laut Vorabbericht vom Mittwoch. Das sei wichtig, um die Fabriken auszulasten. „Opel braucht ein gewisses Volumen auch aus Deutschland, damit die deutsche Produktion dauerhaft wirtschaftlich ist“, betonte der Manager.
Opel gehört zu Stellantis. Der Konzern vereint zahlreiche Automarken diesseits und jenseits des Atlantiks unter seinem Dach, wie etwa Fiat, Alfa Romeo, Lancia, Peugeot, Citroen, Dodge, Chrysler oder Jeep.
Nach einer Investition von 130 Millionen Euro in das Werk Eisenach müsse Opel nun die entsprechenden Stückzahlen für das dort gebaute Modell Grandland erreichen, betonte Huettl. „Jedes Werk im Konzern muss sich immer wieder behaupten. Es muss ein Gleichgewicht aus Kosten, Qualität und Flexibilität finden, um sich seinen Platz zu sichern“, sagte der Manager. Die Produktion in Deutschland bleibe aber für viele Kunden wichtig.
Huettl sieht grundsätzlich eine positive Entwicklung bei Opel. „Im zweiten Halbjahr liegen wir bei den Verkäufen bereits über dem Vorjahr“, sagte er. Opel habe im Jahr 2025 weltweit etwa 600.000 Autos verkauft. In Europa sei der Marktanteil im zweiten Halbjahr auf 3,4 Prozent gestiegen.