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  4. Microsoft Aktienkurs: Microsoft Aktie legt wegen Quartalszahlen nachbörslich zu

Software-KonzernCloud-Geschäft sorgt für Rekordgewinn bei Microsoft

Dank großer Nachfrage nach Cloud-Diensten, Laptops und Videospielen erreicht der Konzern neue Bestmarken. Der Trend dürfte sich auch 2021 fortsetzen, glaubt der CEO.Marie-Astrid Langer 27.01.2021 - 08:47 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Die Spielekonsole Xbox bescherte Microsoft einen Umsatzsprung.

Foto: X90181

San Francisco. Angesichts der Pandemie und der schweren Wirtschaftskrise in den USA wirkt es zynisch, von Gewinnern zu sprechen. Doch dass Technologiefirmen vom derzeitigen Marktumfeld profitieren, lässt sich nicht von der Hand weisen. Das zeigen auch die jüngsten Umsatzzahlen der Firma Microsoft, die als erster der großen Techkonzerne am Dienstag ihre Ergebnisse für das vergangene Quartal präsentierte.

Dieses hätte kaum besser laufen können. Zwischen Oktober und Dezember verbuchte der Konzern aus Seattle die umsatzstärkste Periode seiner fast 46-jährigen Firmengeschichte. 43,1 Milliarden US-Dollar an Umsatz verzeichnete der Konzern, 17 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Auch der Gewinn erreichte nie gesehene Höhen von 15,5 Milliarden Dollar, eine Steigerung um ein Drittel im Jahresvergleich.

Die Motoren dieses Wachstums stehen alle in Bezug zur Pandemie – um genau zu sein, zum vermehrten Arbeiten und Leben zu Hause. In einer Zeit, in der die Mitarbeiter von ihren Wohnzimmern aus auf die Firmenserver zugreifen und Schüler und Studenten online am Unterricht teilnehmen, wächst das Cloud-Geschäft deutlich.

Davon profitiert auch Microsoft, hinter Amazon der zweitgrößte Anbieter von Cloud-Diensten weltweit. 16,7 Milliarden Dollar setzte der Konzern damit im zurückliegenden Quartal um – ein Drittel mehr als im Vorjahresquartal, bevor die Pandemie ausbrach.

Zudem trugen die Laptops von Microsoft markant zum Umsatzwachstum bei. Insbesondere die neuen Modelle der Serie Surface waren bei Millionen von Arbeitnehmern, Studierenden und Schülern beliebt. Wer schon das Leben zu Hause verbringen muss, so scheint die Denkart, will sich die Heimarbeit und das Heimstudium zumindest mit neuen Laptops versüßen. Finanzchefin Amy Hood sagte, sie erwarte auch für den Rest des Jahres eine „gesunde Nachfrage nach Laptops und Produktivitätsprodukten“.

Statt ins Kino zu gehen oder sich mit Freunden zu treffen, müssen viele Konsumenten nach wie vor auf Unterhaltungsangebote zu Hause setzen, und das spiegelt sich in der Nachfrage für Microsofts Spielkonsole Xbox wider. Die Nachfrage nach den Geräten sei jüngst grösser gewesen als die Produktionsmenge, was 2021 weiterhin anhalten dürfte, sagte Hood im Telefonat mit Investoren.

Die Gewinnmargen an den Geräten selbst sind zwar gering, aber Microsoft verdient an den dazugehörigen Spielabonnements. Für Nadella zahlt es sich aus, dass er bei seinem Antritt 2014 eben nicht das Spielsegment verkaufte, wie viele forderten, sondern strategisch in dieses investierte.

Microsoft-Aktie steigt nachbörslich

Die Microsoft-Aktie, die im vergangenen Jahr um 40 Prozent zugelegt hat, stiegen angesichts dieser positiven Nachrichten im nachbörslichen Verkauf am Dienstag um 4 Prozent. Nadella sprach von einem „strukturell veränderten Konsumentenverhalten“, das sich in vielen Segmenten spiegele.

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Zudem sorge die Pandemie dafür, dass sich Firmenkunden nun intensiver mit den Funktionen von Microsoft-Produkten auseinandersetzten, sagte Nadella, insbesondere mit der Kollaborations-Software Teams aus dem Softwarepaket Microsoft 365. Die „Nutzungstiefe“ habe stark zugenommen – was ebenfalls ein Erfolg für Nadella ist, der die Funktionalitäten von Teams zu einer seiner Prioritäten erklärt hatte. Hier steht Microsoft in harter Konkurrenz zu der jüngst von Salesforce aufgekauften Software Slack.

Die Präsentation am Dienstag lieferte allerdings Negativwerbung für die Teams-Software: Die auf der Plattform abgehaltene Präsentation für Investoren brach nach wenigen Minuten zusammen, just als der CEO sprach. Microsoft entschuldigte dies mit „technischen Problemen“ – für einen Technologiekonzern keine gute Erklärung.

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