Devisen: Die Dollar-Schwäche – und ihre Folgen für Anleger
Die US-Währung hat zuletzt gegenüber anderen wichtigen Währungen an Wert verloren.
Foto: ullstein bildFrankfurt. In den kommenden Wochen stehen die Märkte ganz im Bann der Notenbanken. Zunächst berät am 10. Juni die Europäische Zentralbank (EZB). Knapp eine Woche später treffen sich die Vertreter der US-Notenbank Fed. Investoren werden sehr genau auf Signale über den künftigen Kurs der Geldpolitik achten.
Diese könnten sowohl dem Euro als auch dem US-Dollar neue Impulse geben. Vor allem die US-Währung hat zuletzt deutlich nachgegeben. Seit Ende März wertete der Dollar um über vier Prozent gegenüber dem Euro ab, er verlor aber auch gegenüber anderen wichtigen Währungen wie dem chinesischen Yuan deutlich an Wert. Analysten erwarten, dass die Debatte über ein Herunterfahren der Anleihekäufe (Tapering) in den USA in den kommenden Monaten für Unruhe am Devisenmarkt sorgt.
Kurzfristig sind dabei Ausschläge in beide Richtungen möglich. Mittel- und langfristig rechnen viele Experten aber mit einem schwächeren Dollar. Dies kann auch für Investoren beträchtliche Folgen haben – vor allem wenn sie US-Bonds besitzen. Anleihekurse sind meist anfälliger für Währungsrisiken als Aktienkurse.