Crowdinvesting: Schwarmfinanzierer könnten bei Volocopter von Spac-Börsengang profitieren
Das Unternehmen hat sich in den vergangenen Jahren erfolgreich entwickelt und näherte sich bei der letzten Kapitalrunde der Marke von einer Milliarde Euro an.
Foto: ReutersBerlin. Innerhalb weniger Tage war im Jahr 2013 der Crowdfunding-Rekord für Europa perfekt: Der Flugtaxihersteller Volocopter sammelte damals bei rund 750 Kleinanlegern (Crowd) 1,2 Millionen Euro ein. Jetzt könnten die Schwarmfinanzierer Kasse machen. Ihnen liegt nach Informationen des Handelsblatts ein Vertragsangebot von Volocopter vor, mit dem sie ihren Einsatz innerhalb von acht Jahren grob vervierzigfachen würden.
Dafür muss aber zunächst der Exit gelingen. Derzeit eruiert Volocopter einen Börsengang über einen Spac (Special Purpose Acquisition Company). Spacs werden als leere Unternehmenshüllen an die Börse gebracht, die innerhalb von zwei Jahren durch die Übernahme einer nicht notierten Gesellschaft gefüllt werden. Klassischerweise durch Start-ups.
Volocopter selbst möchte sich derzeit nicht zu den Plänen äußern. Eine Sprecherin bestätigt lediglich, dass den Schwarmfinanzierern ein Angebot unterbreitet wurde, das „sehr attraktiv“ sei.
Volocopter hat sich in den vergangenen Jahren erfolgreich entwickelt. Der Wert des Unternehmens näherte sich bei der Kapitalrunde im März 2021 der Marke von einer Milliarde Euro an. Mittlerweile wurden von Investoren 322 Millionen Euro eingesammelt – dazu gehören Daimler, die Logistiktochter der Deutschen Bahn sowie zuletzt der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock und das japanische Unternehmen NTT.