Existenzgründung: Von Abrechnung bis Vermarktung: Sieben Todsünden, wenn Sie sich als Berater selbstständig machen wollen
Mit Nebensächlichkeiten wie dem Dresscode sollten sich freie Berater nicht zu lange aufhalten.
Foto: Gez Xavier Mansfield on unsplashDüsseldorf. Jahrzehntelang war Peter Kallen* Top-Manager im Konzern. Doch als sich der 57-Jährige als Berater selbstständig machte, kam er sich vor wie ein Lehrling im ersten Jahr. „Ich wusste damals weder, wie man Beratungsaufträge gewinnt, noch wie ich eine steuerlich korrekte Rechnung stellen sollte.“
Früher Herr über hunderte Mitarbeiter, dann plötzlich solo: Die Folgen, sich selbstständig zu machen, unterschätzen gerade Führungskräfte, beobachtet Gründungscoach Sabine Votteler. Sie berät Gründer, die aus einem langjährigen Angestelltenverhältnis heraus Chef in eigener Sache werden wollen.
Auch Gründungscoach Mona Wiezoreck weiß, dass die Beratung oft die „einfachste und günstigste Option“ ist, um sich als erfahrener Experte beruflich auf eigene Beine zu stellen. Doch oft mangele es an „Disziplin, solider Planung und gutem Zeitmanagement“, um strukturiert ein erfolgreiches Business aufzubauen.
Votteler und Wiezoreck nennen sieben Kardinalfehler, die Ex-Führungskräfte vermeiden sollten, wenn sie sich als Berater selbstständig machen:
1. Keine klare Positionierung
Wer die Zeit damit verplempert, sich erstmal ein schickes Büro einzurichten und nicht am eigenen Alleinstellungsmerkmal zu arbeiten, hat als Berater schon verloren. Um die eigene Nische zu finden, rät Expertin Votteler zu drei Fragen: