E-Commerce: Luxusuhrenplattform Chrono24 plant Börsengang im kommenden Jahr
Der Gründer von Chrono24 will stärker nach China und Japan expandieren.
Foto: HandelsblattDüsseldorf. Eigentlich ist der Luxusuhren-Marktplatz Chrono24 solide finanziert. So hat das E-Commerce-Unternehmen erst im vergangenen August eine Finanzierungsrunde über 100 Millionen Euro abgeschlossen. Mit dabei war neben dem US-Investor General Atlantic auch Aglaé Ventures aus Paris, eine Investmentgesellschaft der Arnault-Familie.
Doch Gründer Tim Stracke arbeitet schon am nächsten Schritt. Bereits im kommenden Jahr könnte das Unternehmen an die Börse gehen, erfuhr das Handelsblatt aus Finanzkreisen. Die Firma könnte dabei mit bis zu einer Milliarde Euro bewertet werden. Das entspräche in etwa dem Sechs- bis Siebenfachen des für 2022 erwarteten Umsatzes, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten.
Stracke selber wollte den konkreten Zeitpunkt und die Höhe der Bewertung nicht kommentieren, bestätigte aber im Gespräch mit dem Handelsblatt: „Wir bereiten das Unternehmen auf einen möglichen Börsengang vor.“ Er ergänzte: „Ein Unternehmen unserer Größenordnung sollte sich immer die Möglichkeit offenhalten, an die Börse zu gehen.“
Chrono24 hat sich in den knapp 20 Jahren seit der Gründung zum weltweit führenden Onlinemarktplatz für Luxusuhren entwickelt. Pro Jahr werden Uhren im Gesamtwert von zwei Milliarden Euro über die Plattform verkauft. Das Unternehmen sei operativ sehr profitabel und habe im vergangenen Jahr ein deutlich positives Ebitda gemacht, sagte Stracke.