Apothera: Wie das Start-up DocMorris & Co. herausfordert
Das Team von Apothera.
Foto: UnternehmenDer 1. September hat Symbolcharakter für das Start-up Apothera. Passend zum sogenannten Rollout des E-Rezepts startet das Unternehmen, das seinen Hauptsitz in der Schweiz hat, heute seine App Mya. Die komme einer „Revolution der Arzneimittelabgabe“ gleich, verspricht DocMorris-Gründer Ralf Däinghaus, der das Start-up als Berater unterstützt. Mya ist eine Bestell-App für rezeptpflichtige Medikamente. In dem Segment setzen Apotheken in Deutschland mehr als 40 Milliarden Euro jährlich um. Erklärtes Ziel von Apothera ist es, hier mit einem eigenen Versandhandel schon im kommenden Jahr Marktführer zu sein.
Tatsächlich erleichtert das E-Rezept Onlineanbietern das Geschäft erheblich – denn die größte Bestellhürde aus Kundensicht fällt weg. Wollten Patienten bisher Rezepte bei Versandhändlern einlösen, mussten sie diese erst per Post einschicken. Das hat kaum jemand gemacht. Künftig genügt es, den digitalen Rezeptcode etwa per App zu übermitteln. „Mit dem E-Rezept wird das Geschäft erst skalierbar”, sagt Apothera-Mitgründer Daniel Lewinski. Der Pharmazeut und Ex-Berater hat das Unternehmen im vergangenen Jahr zusammen mit dem Unternehmer Christian-Alexander Vry und Produktentwickler David Schmidt gegründet.