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BankenKfW sieht sich gut gerüstet für Krisenumfeld

Die staatliche Förderbank KfW ist in Krisenzeiten besonders stark gefragt. Vorstandschef Wintels rechnet mit anhaltenden Herausforderungen. 31.03.2023 - 12:32 Uhr Artikel anhören

Die staatliche Förderbank hat ihren Gewinn im 2022 bekanntgegeben.

Foto: dpa

Frankfurt/Main. Die staatliche Förderbank KfW sieht sich in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld gut gerüstet für die Herausforderungen der Zukunft. „Das Umfeld war und ist anspruchsvoll. Die Polykrise wird bleiben“, sagte KfW-Chef Stefan Wintels am Freitag bei der Vorstellung der Bilanz 2022. „Trotz des anhaltenden Krisenumfeldes ist die KfW finanziell sehr gut aufgestellt, um ihre Aufgaben als Transformations- und Förderbank zu erfüllen.“

Im vergangenen Jahr sank der Gewinn der Banken-Gruppe auf 1,37 Milliarden Euro. In dem von Sondereffekten geprägten starken Vorjahr hatte die KfW einen Konzerngewinn von gut 2,2 Milliarden erzielt. „Im Ausnahmejahr 2022 verzeichneten wir trotz aller Sonderaufgaben in Folge des Ukrainekrieges ein erfreuliches Ergebnis auf dem Niveau der Vorkrisenjahre“, sagte Wintels.

Es liege etwa auf dem Durchschnittsniveau der letzten fünf Jahre und „absolut im Korridor unserer Erwartungen.“ Die Banken-Gruppe plant generell mit einem Ergebnis von etwa einer Milliarde Euro jährlich. Man habe nicht die Absicht, ein Rekordergebnis nach dem anderen vorzulegen, sagte Finanzvorstand Bernd Loewen.

Angesichts der unsicheren wirtschaftlichen Lage legte die KfW 122 Million Euro für mögliche Kreditausfälle zurück. Die Vorsorge für ausgefallene Engagements in Russland und der Ukraine bezifferte das Institut auf einen sehr niedrigen zweistelligen Millionenbetrag.

Im vergangenen Jahr ließen vor allem die Milliarden, die der Bund zur Sicherung der Energieversorgung sowie zur Entlastung von Haushalten und Unternehmen beschloss, das Fördervolumen des Instituts in die Höhe schießen. Mit insgesamt 166,9 Milliarden Euro wurde der Rekord des Corona-Jahres 2020 (135,3 Mrd Euro) deutlich übertroffen, wie die Bankengruppe bereits mitgeteilt hatte. 2021 lag die Fördersumme im In- und Ausland zusammen bei 107 Milliarden Euro.

Auch das traditionelle Fördergeschäft des seit 75 Jahren bestehenden Instituts, das zu 80 Prozent dem Bund und zu 20 Prozent den Bundesländern gehört, war im vergangenen Jahr gefragt. Die KfW versorgt Mittelständler, Häuslebauer und Studierende mit zinsgünstigen Krediten.

Mit der Berufung von Katharina Herrmann zum 8. April in den Vorstand ist das sechsköpfige Führungsgremium wieder zur Hälfte mit Frauen besetzt. Die 54-Jährige, die seit April 2022 als Generalbevollmächtigte in der KfW Bankengruppe tätig war, übernimmt im Vorstand die Verantwortung für das inländische Fördergeschäft.

dpa
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