Altersgerechtes Wohnen: Experten warnen vor „Wohnungsnot“ in Deutschland
Die Zahl der Senioren und Seniorinnen wächst in den kommenden Jahren stark, barrierefreie Wohnungen fehlen dagegen.
(Foto: Imago_Westend61)
Foto: HandelsblattMünchen. Die Babyboomer gehen in Rente. Das verändert unsere Gesellschaft gewaltig. Wer wissen möchte, wie deren Altersstruktur in Zukunft aussieht, kann dafür nach Südthüringen schauen. In der Stadt Suhl liegt der Rentneranteil schon jetzt bei mehr als 32 Prozent.
In 20 Jahren wird das in vielen anderen Regionen Deutschlands ebenfalls der Fall sein, zeigt eine aktuelle Untersuchung des Pestel-Instituts. Mehr als 21 Millionen Menschen werden dann über 67 Jahre alt sein – etwa 3,6 Millionen mehr als derzeit.
Angesichts solcher Prognosen sollte der Investmentmarkt für Seniorenimmobilien boomen. Das tat er bis Ende 2021 auch, im Jahr 2022 wandelte sich die Lage nach dem Ausbruch des Ukrainekriegs jedoch. Und bislang ist keine Erholung in Sicht, wie aktuelle Daten zum Investmentmarkt für Gesundheitsimmobilien zeigen.
Altersgerechtes Wohnen: Deutlich weniger Investitionen
Im ersten Quartal wechselten Objekte im Wert von 407 Millionen Euro den Besitzer – 39 Prozent weniger als noch im ersten Quartal 2022, heißt es in einer aktuellen Analyse des Immobiliendienstleisters CBRE. Im Fokus des Investitionsgeschehens lagen Pflegeheime, auf die ein Anteil von 47 Prozent entfiel. Das Segment betreutes Wohnen hatte einen Anteil von 43 Prozent. Der Rest verteilt sich auf Kliniken und Ärztehäuser.