Geldpolitik: Fed-Währungshüter Barkin: Inflationsziel muss wegen Glaubwürdigkeit erreicht werden
Im Kampf gegen die Inflation hat die US-Notenbank die Leitzinsen seit Anfang 2022 von nahe null auf eine Spanne von inzwischen 5,25 bis 5,50 Prozent nach oben gesetzt.
Foto: ReutersWashington. Die US-Notenbank muss aus Sicht des Fed-Chefs von Richmond, Thomas Barkin, zur Sicherung ihrer Glaubwürdigkeit die Inflation auf die Zielmarke von zwei Prozent zurückdrängen. „Wir haben eine große Waffe, und das ist die Glaubwürdigkeit“, sagte Barkin am Dienstag in einer Rede in Danville im US-Bundesstaat Virginia.
„Es gibt nichts Magisches an der Zahl Zwei, außer dass man, wenn man sich dieses Ziel setzt, es wahrscheinlich auch erreichen will.“ Die Inflation in den USA war zuletzt wieder etwas gestiegen. Die Verbraucherpreise nahmen im Juli um 3,2 Prozent zu nach 3,0 Prozent im Juni.
Im Kampf gegen die Inflation hat die US-Notenbank die Leitzinsen seit Anfang 2022 von nahe null auf eine Spanne von inzwischen 5,25 bis 5,50 Prozent nach oben gesetzt. Die Währungshüter wollen es von der Datenlage abhängig machen, ob sie auf ihrer nächste Zinssitzung im September die Zinsen weiter anheben oder nicht.
Investoren blicken nun gespannt auf das mehrtägige jährliche Notenbanksymposium in Jackson Hole, das am Donnerstag beginnt. Hinweise auf den weiteren geldpolitischen Kurs erhoffen sie sich insbesondere von einer Rede von Fed-Chef Jerome Powell, die am Freitag erwartet wird.
Auch ein Thema könnte dabei die aktuelle Debatte um das Inflationsziel der Fed sein. Der Harvard-Ökonom Jason Furman hatte kürzlich im „Wall Street Journal“ vorgeschlagen, das Ziel der US-Notenbank von zwei auf drei Prozent anzuheben.