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Versteigerung Komplettverkauf bei Phillips: 118 Millionen Dollar eingehämmert

Phillips New Yorker Abendversteigerung mit junger Kunst und Klassikern wie Winston Churchill kommt vor allem bei den asiatischen Bietern gut an.
01.07.2021 - 09:20 Uhr Kommentieren
Die Arbeiten des Künstlers sind sehr gefragt seit der Bewegung „Black Lives Matter“. Quelle: Phillips
Amoako Boafo „Untitled“

Die Arbeiten des Künstlers sind sehr gefragt seit der Bewegung „Black Lives Matter“.

(Foto: Phillips)

New York Zum ersten Mal fasste das Auktionshaus Phillips für die New Yorker Abendversteigerung „20th Century & Contemporary Art“ einen Soloauftritt am 23. Juni und keine Auktionsserie ins Auge. Das Solo konnte dann auch dem neu errichteten Firmensitz an 432 Park Avenue, nur wenige Schritte von der bisherigen Niederlassung entfernt, gebührende Aufmerksamkeit sichern.

Die maßgeschneiderte, supermoderne Anlage vereint Auktionssaal und Ausstellungsräume auf einer Ebene im Souterrain. Sie nimmt die Länge des gesamten Stadtblocks ein. „Es ist der beste Ausstellungsraum eines Auktionshauses weltweit“, sagt Phillips‘ Vorstandsvorsitzender Edward Dolman stolz. Er sei natürlich befangen, räumte er schmunzelnd ein.

Dolman, der Phillips erfolgreich seit 2014 leitet und die Expansion in Asien vorantrieb, wird im September das Tagesgeschäft an Stephen Brooks (56), zuletzt stellvertretender CEO bei Christie’s, abgeben und als Executive Chairman in Phillips“ Holding wechseln.

„Es ist ein außergewöhnlicher Moment. So etwas habe ich in meiner langen Karriere noch nicht erlebt“, kommentierte Dolman den Abend. Sämtliche 48 aufgerufene Lose – zwei weitere waren zurückgezogen worden – wurden vermittelt und hämmerten die alle Erwartungen übertreffenden 118 Millionen Dollar ein.

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    Der Abend war eine Fortsetzung von Phillips’ ebenso erfolgreicher Hongkonger Auktionsserie Anfang Juni, die das beste Ergebnis für Phillips Asia holte. Dieses Wachstum verdankt sich auch der im Dezember 2020 begonnenen Partnerschaft mit Beijing Poly Auction, Chinas größtem staatseigenen Auktionshaus. Sie verschafft Phillips Zugang zu kontinentalchinesischen Käufern.

    Das Gemälde wurde für 756.000 Dollar versteigert (Ausschnitt). Die Künstlerin zählt zu den jungen Lieblingen des Marktes. Quelle: Phillips
    Emily Mae Smith „Waiting Room“

    Das Gemälde wurde für 756.000 Dollar versteigert (Ausschnitt). Die Künstlerin zählt zu den jungen Lieblingen des Marktes.

    (Foto: Phillips)

    Auch in New York machten sich Bieter aus dem gesamten asiatischen Raum auf dem per Live-Stream übertragenen Abend stark. Phillips bot die bewährte Kombination von sehr jungen Künstlern, bisher unterrepräsentierten Künstlerinnen und gestandenen Blue-Chip-Klassikern an. Arbeiten von Mark Rothko und Norman Rockwell waren dabei, und sogar von Sir Winston Churchill aus dem Nachlass von Aristoteles Onassis. Die Markterprobten wirkten in diesem Kontext durchaus frisch. 

    Besonders umworben wurden aber wieder junge Marktlieblinge, wie die britische Malerin Jadé Fadojutimi, Emily Mae Smith, Amoako Boafo und Salman Toor. Sie machten bereits Anfang Juni in Hongkong Furore.

    Auch ein besonders schönes Großformat in Rottönen von Avery Singer (34), die inzwischen von Hauser & Wirth vertreten wird, vervielfachte die Erwartung auf 4,1 Millionen Dollar. Laut Preisdatenbank Artnet wurden Singers Toppreise sämtlich in den letzten Monaten in Hongkong bewilligt. Und auch bei Phillips in New York setzte sich ein Online-Bieter aus der Metropole gegen starke Konkurrenz durch.

    Der Abend war gut gemanagt. Sechzehn Lose waren durch Drittgarantien abgesichert worden, neun endeten bei geringem Interesse beim jeweiligen Garantiegeber. So auch das Toplos des Abends, David Hockneys Großformat „A Neat Lawn“ von 1967 aus der Serie „California Dreaming“.

    Das 2018 auf Holz gemalte Bild
    Salman Toor

    Das 2018 auf Holz gemalte Bild "Fort Green" erzielte 478.800 Dollar (Taxe 100.000 bis 150.000 Dollar).

    (Foto: Phillips)

    Hockneys Bild traf bei der Vorbesichtigung mit einer Taxe von 12 bis 18 Millionen Dollar nicht auf die erhoffte Resonanz. So wurde kurzerhand die ehrgeizige Erwartung auf 9,5 bis 10,5 Millionen Dollar gesenkt. Der Hammer fiel bereits bei 9,3 Millionen Dollar netto. Das ist aber immer noch ein schöner Gewinn für den asiatischen Händler. Der hatte im Mai 2006 bei Christie’s in New York den damaligen Weltrekord von 3,6 Millionen Dollar bewilligt. 

    Trotz der noch anhaltenden Zurückhaltung der Einlieferer gelang es Phillips, einige wichtige Werke zu akquirieren, wie Brice Mardens „Elements III“. Das vierteilige Bild konnte der Chefauktionator Henry Highley erst bei 5,2 Millionen Dollar deutlich über der Taxe Kevie Yang zuweisen. Yang leitet Phillips“ neu eingerichtete Art Advisory-Abteilung, die auch asiatische Kunden berät.

    Mehr: Kunstversteigerung von Phillips: In Hongkong ist Banksy out

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