Passives Einkommen: So gelingt der Weg zu Geld ohne Arbeit
- Der Blick in die Geschichte zeigt: Schon seit jeher streben Menschen nach finanzieller Freiheit, um autonom über die eigene begrenzte Lebenszeit zu verfügen.
- Finanzpsychologin Monika Müller erklärt im Interview, der Wunsch nach passivem Einkommen sei nichts weniger als die Sehnsucht nach der eigenen Kindheit.
- Um den Traum Wirklichkeit werden zu lassen, braucht es eins: Ein passives Einkommen. Die Wege sind vielfältig – und auf ihnen lauern Hürden und Stolperfallen.
- Sind Immobilien der Schlüssel zum Erfolg zur finanziellen Unabhängigkeit oder doch das Unternehmertum? Ab welcher Summe kann ich je nach Lebenssituation von meinem Vermögen leben? Das Handelsblatt gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen.
Wollen Sie weniger oder womöglich gar nicht mehr arbeiten müssen, aber trotzdem genug zum Leben haben? Sie sind in guter Gesellschaft. Selbst Menschen, die ihren Beruf als Berufung empfinden, kommen bisweilen an den Punkt, an dem sie von jener finanziellen Freiheit träumen, die es erlaubt, autonom über die eigene begrenzte Lebenszeit zu verfügen. Mit der Sehnsucht nach einem steten Strom aus Kapitaleinkünften, im Finanz-Neudeutsch als „passives Einkommen“ bezeichnet, lassen sich viele Menschen locken. Und zwar nicht erst seit wenigen Jahren, sondern seit Jahrtausenden.
Schon im alten Rom galten Mietshäuser als angemessene Einnahmequelle für Menschen, die ihre Zeit lieber mit Staatsgeschäften verbrachten als mit Erwerbsarbeit. Und im 19. Jahrhundert entstand der Begriff des Couponschneiders. Dessen Arbeit bestand darin, mit einer Schere die Dividendencoupons von seinen Aktien abzutrennen. Gegen Vorlage dieser Coupons konnte man sich dann die Gewinnausschüttung bei der Bank auszahlen lassen. Arthur Schopenhauer soll auf diese Weise gelebt haben, was seiner Produktivität als Philosoph keinen Abbruch tat.