Dax-Konzerne: Siemens will Healthineers-Mehrheitsbeteiligung prüfen
München. Der Technologiekonzern Siemens stellt seine Mehrheitsbeteiligung an der Medizintechniktochter Siemens Healthineers auf den Prüfstand. „Wir bewerten die ökonomischen Möglichkeiten für die Siemens AG im Gesundheitswesen“, sagt Finanzvorstand Ralf Thomas im Interview dem Handelsblatt. Daraus werde man „dann ableiten, wie instrumentell die Healthineers als eine Beteiligung dafür sind“. Die Überlegungen sollten bis zu einem Kapitalmarkttag Ende 2025 abgeschlossen werden.
Einige Investoren fordern schon länger, dass der Konzern seine Anteile abbaut. „Ich befürworte die Reduktion der Beteiligung an Healthineers“, sagt Vera Diehl, Portfoliomanagerin bei Union Investment, dem Handelsblatt. „Ich persönlich wünsche mir die völlige Unabhängigkeit – denn mein Portfolio setze ich mir selbst zusammen.“
Damit stellte Siemens erstmals sein Engagement in der Medizintechnik infrage. Die Aktie von Siemens Healthineers war am Dienstagmorgen mit einem Minus von rund drei Prozent zeitweise schlechtester Wert im Leitindex Dax. Im Lauf des Vormittags konnte sie sich etwas stabilisieren und lag mit einem Prozent im Minus bei gut 51 Euro.
Aktuell hält Siemens 75 Prozent an den Healthineers. Im Zuge der Übernahme des US-Softwarespezialisten Altair könnte die Beteiligung auf etwa 70 Prozent sinken.