Aktien: Lohnt sich jetzt der Einstieg bei den größten Dax-Verlierern?
Das Handelsblatt hat die Geschäftsmodelle von vier Unternehmen untersucht und wichtige Kennzahlen wie Verschuldung, Eigenkapital, Profitabilität, Gewinn, Zahlungsmittelüberschuss und Aktienbewertung geprüft.
Foto: Dpa, ImagoDüsseldorf. Seit dem Corona-Crash und dem Börsentief im Frühjahr 2020 hat der Dax um gut 86 Prozent zugelegt – trotz der jüngsten Verluste im August und September von acht Prozent.
Zwölf Dax-Titel haben sich seit März 2020 mehr als verdoppelt, Commerzbank und Mercedes mehr als verdreifacht. Rheinmetall steht mit 436 Prozent Zugewinn an der Spitze.
Doch vier der 40 Aktien haben nichts von der Rally mitbekommen, sie haben sogar an Wert verloren. Durchaus zu Recht, finden Analysten, da diese vier Unternehmen Probleme vor sich herschieben.
Aber: Die aktuell niedrigen Kurse bergen hohes Potenzial, da die Einstiegspreise verhältnismäßig günstig sind. Den neuen Vorstandschefs muss dann allerdings noch die Trendwende gelingen.
Um das einzuschätzen, hat das Handelsblatt die Geschäftsmodelle der vier Unternehmen untersucht und wichtige Kennzahlen wie Verschuldung, Eigenkapital, Profitabilität, Gewinn, Zahlungsmittelüberschuss und Aktienbewertung geprüft. Heraus kommt ein klareres Bild, welche Dax-Aktien Turnaround-Potenzial haben.
Vonovia: Nettoverlust überlagert Milliardengewinne
Mit einem Verlust von 35 Prozent seit dem Dax-Tief im Frühjahr 2020 steht keine andere Aktie so schlecht da wie Vonovia. Steigende Zinsen und Materialpreise sowie zu wenig Fachkräfte sind ein toxisches Gemisch. Die gesamte Branche steckt in der größten Krise seit drei Jahrzehnten. Vonovia stoppte für dieses Jahr alle Neubauprojekte.