Fondsmanager-Umfrage: Investoren sind bei Aktien noch vorsichtig, aber nicht mehr ganz so skeptisch
Institutionelle Anleger sind weiter defensiv positioniert.
Foto: APFrankfurt. Ein Wort kommt in den Ausblicken von Fondshäusern und Banken für das Anlagejahr 2023 besonders häufig vor: defensiv. Es bedeutet, dass die institutionellen Investorinnen und Investoren vorsichtig sind und angesichts der Unsicherheiten rund um Inflation, Zinserhöhungen und Rezession nicht zu viele Risiken eingehen.
Gleichzeitig gehen die Anlageprofis aber davon aus, dass sich die Lage im kommenden Jahr bessern wird. Sonja Laud, Chefanlagestrategin bei Legal & General Investment Management, zum Beispiel sagt: „Wir sehen das Jahr 2023 als ein Übergangsjahr – es herrscht viel Ungewissheit in Bezug auf den Konjunkturzyklus.“ In der ersten Hälfte des kommenden Jahres dürfte aber ein Schwenk der US-Notenbank Fed nach Ansicht von Laud interessante Einstiegszeitpunkte auch bei Aktien bieten.
Diese Stimmungslage zeigt sich auch in der aktuellen Umfrage der Bank of America unter 281 Portfoliomanagern, die zusammen knapp 730 Milliarden Dollar verwalten: Fondsmanagerinnen und Fondsmanager sind defensiv positioniert, aber nicht mehr ganz so pessimistisch mit Blick auf Aktien.