Warren Buffett: Wie der Starinvestor über seinen Nachfolger denkt
Denver. Warren Buffett ist mit sich im Reinen. Zehn Tage nach seinem Rückzug von der Spitze seines Beteiligungsunternehmens Berkshire Hathaway wirkt der 95-Jährige im Abschiedsinterview mit CNBC gelassen.
Schon „vor ein paar Jahren“ habe er gemerkt, dass sich Dinge verändern, sagte Buffett gegenüber dem US-Börsensender. Er könne das Gleichgewicht nicht mehr so gut halten. „Meine Stimme hat sich auch verändert“, erzählte die Investmentlegende. Daher sei ihm klar geworden, dass er alt werde und den CEO-Posten räumen müsse.
60 Jahre lang war Buffett Vorstandschef von Berkshire Hathaway. Über die Jahrzehnte hat er den einstigen Textilkonzern zu Amerikas größtem Konglomerat ausgebaut und sich einen Ruf als Starinvestor gemacht. Im Mai hatte er seinen Rücktritt angekündigt.
Zu dem Konzern mit Sitz in Omaha im US-Bundesstaat Nebraska gehören unter anderem eine Energie- und eine Versicherungssparte, Dutzende kleine und mittelständische Unternehmen und ein rund 250 Milliarden Dollar schweres Aktienportfolio. Die Barreserven liegen bei 386,1 Milliarden Dollar – ein neuer Rekord, nachdem Buffett in den vergangenen Jahren große Positionen in Apple und Bank of America verkauft hat. Die Marktkapitalisierung des börsennotierten Konzerns beträgt 1,1 Billionen Dollar.