Warren Buffett: „Altwerden ist unumkehrbar“
Denver. Anfang Mai überraschte Warren Buffett die Finanzwelt, als er nach 60 Jahren an der Spitze seiner Holding Berkshire Hathaway seinen Rückzug ankündigte. Nun erläutert er zum ersten Mal seine Beweggründe. So habe es nicht „den einen magischen Moment“ gegeben, der ihm zu dem Schritt bewogen hatte.
„Aus irgendeinem seltsamen Grund habe ich erst mit etwa 90 angefangen, wirklich alt zu werden“, sagte er im Gespräch mit dem „Wall Street Journal“. „Aber wenn man einmal anfängt, alt zu werden, dann ist es unumkehrbar.“
So habe er gelegentlich das Gleichgewicht verloren und manchmal Schwierigkeiten, sich an Namen zu erinnern. Auch die Zeitungen, die er liest, hätten auf einmal ausgesehen, als hätten sie zu wenig Tinte.
Greg Abel wird Nachfolger bei Berkshire
Schon in den vergangenen Jahren hat sich Buffett gegenüber seinen Aktionären immer wieder über das Altwerden geäußert, inzwischen ist er 94. Gerade im Vergleich mit seinem designierten Nachfolger Greg Abel sei ihm aufgefallen, wie viel mehr dieser schaffe als Buffett. „Sein Tag hat irgendwie mehr als 24 Stunden“, so Buffett im vergangenen Jahr über den 63-Jährigen.