Silicon Valley Bank: Tech-Investor Sven Weber: „Start-ups brauchen mehr als nur eine Bank“
Laut Tech-Investor Sven Weber sollten Unternehmen immer Kunden bei mehr als nur einer Bank sein.
Foto: BloombergDenver. Sven Weber beschäftigt sich schon seit über 20 Jahren mit Tech-Investments. Der Partner der Investmentgesellschaft Knightsbridge Advisers wollte eigentlich zu einem regulären Besuch bei seinen Portfolio-Unternehmen im Silicon Valley vorbeischauen. Doch als klar war, dass die Silicon Valley Bank schließen muss, wurde das Meeting schnell zu einer Krisensitzung – wie überall in Amerikas Tech-Landschaft.
Die Umwälzungen werden die Start-ups noch eine Weile beschäftigen, glaubt der Investor. Doch die jungen Technologiefirmen, die er die „Innovation Economy“ nennt, würden sich von der Krise erholen.
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Herr Weber, wie wird die Pleite der Silicon Valley Bank die Start-ups verändern?
Es ist eine wichtige Lehre aus der Finanzkrise 2008: Unternehmen sollten immer Kunden bei mehr als nur einer Bank sein. Das gilt auch für Risikokapitalinvestoren. Doch in den guten Zeiten haben viele diese Lehren schnell wieder vergessen.
Ist das denn so einfach? Die Silicon Valley Bank hatte den Ruf, ihren Kunden bessere Konditionen anzubieten, wenn sie möglichst viel Geschäft dort machten.
Das ist normales Geschäftsgebaren. Jede Bank strebt danach, die Hausbank von Firmen und Privatkunden zu werden. Aber Firmen können und sollten immer noch eine sekundäre Bank haben. Das hat sich jetzt wieder gezeigt.