Immobilienmarkt: Adler will zum Schuldenabbau 3500 Berliner Wohnungen verkaufen
Das Immobilienunternehmen steht unter Druck.
Foto: SZ PhotoZum weiteren Schuldenabbau will die kriselnde Adler Group 3500 Wohnungen in Berlin abstoßen. Mit der Sondierung des Interesses potenzieller Investoren wurde Kempen & Co. betraut, wie Bloomberg vorliegende Dokumente zeigen.
Die ins Schaufenster gestellten Objekte befinden sich überwiegend in fünf Berliner Bezirken. Das Portfolio erwirtschaftet derzeit eine Miete von rund 29,1 Millionen Euro und ist zu 97 Prozent vermietet, wie es in den Verkaufsunterlagen heißt.
Ein Sprecher der Adler-Gruppe lehnte eine Stellungnahme ab. Kempen antwortete nicht auf einen Anruf mit der Bitte um Stellungnahme.
Adler steht unter Druck, seinen Schuldenberg abzubauen. Im nächsten Jahr sind mehr als eine Milliarde Euro Verbindlichkeiten fällig, darunter Anleihen im Umfang von 500 Millionen Euro. Die Kapitalmärkte sind für den Vermieter derzeit verschlossen, da schwere Vorwürfe eines Leerverkäufers den Aktienkurs einbrechen ließen.
Nach vorangegangenen Verkäufen hält Adler in seinem sogenannten Renditeportfolio noch 26.243 Wohnungen. Mehr als 70 Prozent der Objekte befindet sich in Berlin. In der Halbjahresbilanz des Unternehmens wurde das gesamte Portfolio Ende Juni mit 5,4 Milliarden Euro bewertet. Auf dieser Basis hätten die angebotenen Objekte einen Wert von mehr als 700 Millionen Euro.