Aktie unter der Lupe: Neuer Chef und ein mächtiger Investor: Was jetzt für die Fresenius-Aktie spricht – und wo Risiken drohen
Der Gesundheitskonzern wird derzeit an der Börse niedrig bewertet.
Foto: FreseniusFrankfurt. Fresenius-Aktionäre hatten in den vergangenen Monaten wenig Freunde mit ihrem Investment. Gleich zweimal kassierte der Konzern in diesem Jahr schon das Gewinnziel, die Aktie sank im Oktober auf ein Elf-Jahres-Tief.
Umso größer sind die Erwartungen an den neuen, seit Oktober amtierenden CEO Michael Sen: Er muss dafür sorgen, dass der Dax-Konzern wieder profitabler wächst, die hohen Schulden abbauen und den Wert des Unternehmens erhöhen. Gute Nachrichten könnten den Aufwärtstrend der Aktie auch kurzfristig stützen.
Eine höhere Bewertung könnte der Konzern auch erreichen, wenn er seine Struktur verändert. Da die jüngsten Gewinnwarnungen von Fresenius maßgeblich auf Probleme bei der Dialysetochter Fresenius Medical Care (FMC) zurückzuführen waren, hatten Investoren zuletzt verstärkt die Abspaltung FMCs von der Konzernmutter gefordert.
Fresenius hält 32 Prozent an der Dialysetochter und kontrolliert sie über die Konstruktion einer Kommanditgesellschaft auf Aktien. Eine Abspaltung von FMC würde die Komplexität der Firmengruppe reduzieren und könnte zugleich zum Schuldenabbau beitragen, so die häufige Argumentation.