Neuemissionen: Abspaltungen von Konzerntöchtern bleiben wichtigster Treiber für IPOs
Konzernabspaltungen als Treiber für den IPO-Markt.
Foto: dpaFrankfurt. Der gemeinsame Marktausblick der US-Investmentbank JP Morgan, der Beratungsgesellschaft Boston Consulting Group (BCG) und der Kanzlei Hengeler Mueller hat inzwischen Tradition: Bereits zum siebten Mal treffen sich die Experten im Frankfurter Westend, um die Aussichten für Börsengänge und Fusionen in Deutschland auszuleuchten.
Ihr Urteil fiel eindeutig aus: Auch 2019 wird aller Voraussicht nach wieder ein starkes Jahr für Konzernabspaltungen.
Nach den milliardenschweren Börsengängen der Medizintechnik-Tochter Siemens Healthineers und der Deutsche-Bank-Vermögensverwaltung DWS werden Abspaltungen – im Fachjargon als „Carve-outs“ bezeichnet – auch in den kommenden zwölf Monaten der wichtigste Motor für Neuemissionen sein. „Carve-outs bleiben aktuell, die Transaktionen werden aber komplexer“, argumentiert BCG-Experte Jens Kengelbach.
Besonders im Fokus stehen die Nutzfahrzeugsparte von VW mit dem Kunstnamen Traton sowie die Antriebstochter des Reifenherstellers Continental. Außerdem will sich der Technologiekonzern Bosch von der Verpackungstechnik trennen.
Im Pharmasektor will Bayer nach der Übernahme von Monsanto den Bereich Tiergesundheit abgeben und der Energiekonzern Evonik das Methacrylat-Geschäft mit der Marke Plexiglas.