Benzinpreise: Hoher Ölpreis und Ferienverkehr – Benzinpreise auf Rekordniveau
Eine freie Tankstelle mit der Aufschrift „Günstig tanken“: Laut einer ADAC-Untersuchung sind die Benzinpreise vormittags teurer als in den Abendstunden.
Foto: dpaFrankfurt. Die Rückreise aus den Sommerferien kommt Autofahrer derzeit teuer zu stehen. Am Sonntag erreichten die Spritpreise in Deutschland ein neues Jahreshoch, wie der ADAC mitteilte. Dem Vergleichsportal „Clever Tanken“ zufolge mussten Autofahrer bis zu 1,36 Euro für pro Liter Diesel und bis zu 1,52 Euro für einen Liter Super E 10 zahlen.
Auch in den vergangenen Wochen mussten Autofahrer kaum weniger ausgeben: Der August ist Daten des Finanzdienstes Bloomberg zufolge der teuerste Monat des Jahres für deutsche Autofahrer. Im Schnitt kostete ein Liter Super-Benzin 1,47 Euro. Seit dem Tief im März 2018 ist der Preis um rund elf Prozent gestiegen.
„Wenn wie in der Ferienzeit viele Leute unterwegs sind, kann das Auswirkungen auf den Preis haben“, sagt eine ADAC-Sprecherin. „Aber der Hauptgrund ist der gestiegene Ölpreis.“ Die Nordseesorte Brent hat sich seit Mitte August von rund 70 Dollar auf über 76 Dollar pro Barrel (rund 159 Liter) verteuert.
Der Anstieg der Rohölpreise kompensierte damit den Effekt des stärkeren Euro, der sich üblicherweise dämpfend auf die Benzinpreise auswirkt. Denn Benzin und Diesel werden auf dem Weltmarkt in Dollar gehandelt. Wertet der Euro gegenüber dem Greenback auf, verbilligen sich die Importe für die Kraftstoffe.