Nikkei und Kospi: Aktienmärkte in Asien erholen sich – China unter Druck
Singapur. Die asiatischen Börsen haben sich zur Wochenmitte weiter erholt. Beflügelt durch die Aussicht auf eine anstehende Zinssenkung in den USA griffen Anleger in Japan vor allem bei Technologiewerten zu und folgten damit den positiven Vorgaben der Wall Street.
- Der Nikkei-Index legt um 1,1 Prozent auf 49.865 Punkte zu.
- In Südkorea gewinnt der Kospi 1 Prozent.
- Der Shanghai Composite verlor 0,5 Prozent und landete bei 3.878 Punkten.
„Anleger kauften Aktien, die günstig geworden waren, und verkauften solche, die zuvor gestiegen waren“, sagte Seiichi Suzuki, Analyst bei Tokai Tokyo Intelligence Laboratory. Papiere des Technologie-Investors Softbank zogen um 6,4 Prozent an. Belastet wurde der Markt von Gewinnmitnahmen bei Banken und Sorgen über einen stärkeren Yen, der die Exportaussichten von Autokonzernen wie Toyota eintrübt. Auch die Kryptowährung Bitcoin erholte sich nach dem Ausverkauf vom Montag und stieg über 93.000 Dollar.
Die Märkte preisen zudem eine Zinssenkung der US-Notenbank Fed in der kommenden Woche ein. Spekulationen über Kevin Hassett als möglichen neuen Fed-Chef stützten die Stimmung zusätzlich.
An den chinesischen Märkten kochten dagegen Konjunktursorgen hoch. Sowohl das maue Wachstum des chinesischen Dienstleistungssektors als auch die finanziellen Schwierigkeiten des Immobilienriesen Vanke trübten die Stimmung.