Wall Street: US-Börsen holen zum Handelsschluss auf, doch die Tech-Aktien bereiten Anlegern Sorgen
Anleger suchen ihr Heil in „sicheren Häfen“.
Foto: ReutersNew York. Nach einem weiteren turbulenten Handelstag holten die Aktienmärkte zum Handelsschluss in New York noch einmal auf: Der US-Standardwerteindex Dow Jones schloss mit einem Minus von 0,3 Prozent bei 31.730 Punkten. Der breit gefasste S&P 500 lag ein halbes Prozent im Minus, bei 3910 Punkten. Der technologielastige Nasdaq drehte noch leicht ins Plus und endete bei 11.371 Zählern. Eine Trendwende ist jedoch nicht in Sicht. Kopfzerbrechen bereiteten den Anlegern im Tagesverlauf unter anderem die US-Erzeugerpreise. Sie gingen zwar im April auf elf Prozent im Jahresvergleich zurück. Analysten hatten aber einen Rückgang auf 10,7 Prozent vorhergesagt.
„Wir sehen zwar, dass sich die Inflation zu verlangsamen beginnt, aber nicht so schnell wie erhofft“, sagte Gene Goldman, Chefanleger des Vermögensverwalters Cetera. Das verunsichere Anleger, denn wenn die Fed die Zinsen zu aggressiv anhebe, schade dies dem Wachstum. „Aber wenn sie zu konservativ sind, schadet es dem Konsum, was wiederum dem Wachstum schadet.“
Auf der Stimmung lasteten außerdem neue Coronafälle in zuvor als „Covid-frei“ ausgewiesenen Bezirken der chinesischen Wirtschaftsmetropole Schanghai. Das deute darauf hin, dass der dortige Lockdown aufrechterhalten und das Wirtschaftsleben stark eingeschränkt bleibe, sagte Commerzbank-Analyst Daniel Briesemann.