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Kommentar Lidar-Start-ups sind Opfer des Hypes

Junge Unternehmen im Bereich der Lasertechnik stehen vor existenziellen Problemen. Gegen große Zulieferer wie Conti, Bosch und ZF werden sie keine Chance haben.
09.03.2020 - 17:00 Uhr Kommentieren
Kleine Firmen stehen unter Druck. Quelle: mauritius images / Mopic / Alamy
Lidar-Technik

Kleine Firmen stehen unter Druck.

(Foto: mauritius images / Mopic / Alamy)

Noch bevor das autonome Fahren technisch überhaupt in Reichweite schien, liefen Vertriebs- und Marketingabteilungen zur Höchstform auf. Bereits Anfang der 2010er-Jahre wurden Geschäftsmodelle für Robotertaxis ersonnen und visionäre Werbebotschaften für die automobile Zukunft formuliert.

Der Roboter ersetzt den menschlichen Fahrer, Unfälle im Straßenverkehr werden ein Relikt der Vergangenheit sein, versprachen Unternehmen ebenso wie unzählige Start-ups, die das große Geschäft witterten. Investoren ließen sich von diesen Botschaften blenden.

Besonders Start-ups aus der Sensortechnik Lidar hatten es ihnen angetan. In keinen Bereich floss in den vergangenen Jahren so viel Investorengeld wie in die „Laser-Radare“, zeigen Daten des Informationsdienstes IHS Markit.

Die Unfälle mit selbstfahrenden Autos von Tesla und Uber jedoch haben den verträumten Blick in die Zukunft wieder für mehr Realismus geschärft. Investoren erkennen nun, dass sie sehr viel Geld verbrannt haben. Denn das autonome Fahren kommt nicht nächstes Jahr, nicht in fünf Jahren, nicht in zehn Jahren, ja vielleicht werden selbstfahrende Autos sogar für immer ein Traum bleiben.

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    Lidar-Start-ups, die genau auf diesen Markt gesetzt haben, stehen nun vor existenziellen Problemen. Sie forschen seit Jahren an kostspieligen Produkten, die auf Jahre keinen Abnehmer finden werden. Denn die Autoindustrie setzt längst nicht mehr auf teure Lidar-Sensoren für das autonome Fahren, sondern auf günstige Lösungen für Fahrerassistenzsysteme (ADAS).

    Die reinen Lidar-Unternehmen laufen deswegen Gefahr, im Markt der Giganten unterzugehen. Denn bei Lidar-Sensoren für den ADAS-Bereich werden die Autohersteller nicht auf Neulinge setzen, die nur wenig Erfahrung mit der Massenproduktion haben.

    Stattdessen werden die Hersteller weiterhin ihren langjährigen Zulieferern vertrauen, und die heißen Bosch, Continental und ZF – und nicht Velodyne oder Quanergy.

    Mehr: Continental rutscht tiefer in die Krise.

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