Wahl: „Alice Weidel äußert sich kaum zu ihrem Privatleben. Das hilft ihr“
Düsseldorf. Julia Ebner weiß nicht nur theoretisch, wovon sie spricht: Für ihre Forschung über rechtsextreme Bewegungen hat sich die österreichisch-britische Wissenschaftlerin in diverse radikale Gruppierungen eingeschleust.
Sie beobachtet ein Ausbreiten einst radikaler Randmeinungen in der Masse. Dazu hat sie in den vergangenen Jahren die Vereinten Nationen, die Nato, die Weltbank und diverse europäische und US-amerikanische Geheimdienste beraten.
Dass in den USA, in Österreich, Italien oder auch Deutschland rechtsextreme Gruppen zeitgleich aufsteigen, hält sie nicht für Zufall. Ebner führt deren globalen Erfolg auch auf länderübergreifende Strategien zurück, die weit über eine Vernetzung hinausgehen.
Lesen Sie hier das gesamte Interview mit Julia Ebner:
Frau Ebner, bei der Amtseinführung von Donald Trump ist Tino Chrupalla von der Alternative für Deutschland angereist, nicht aber Olaf Scholz oder Annalena Baerbock. Was passiert da?
Eine Vernetzung. Donald Trump und auch Elon Musk unterstützen rechtspopulistische Parteien in Europa. Hier wird es vermutlich auch in der Zukunft Zusammenarbeit oder zumindest sehr freundliche Beziehungen geben, unter anderem in Deutschland mit der AfD.