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Corona-Pandemie „Mask up!“ – Joe Biden stellt nationale Covid-Strategie vor

Der neue US-Präsident unterschrieb zahlreiche Corona-Anordnungen. Neben mehr Tests, Kontrollen und Quarantänen für Reisende bat Biden die Bürger, 100 Tage lang Masken zu tragen.
22.01.2021 - 01:37 Uhr Kommentieren
Der US-Präsident will, dass alle Amerikaner freiwillig 100 Tage lang Masken tragen. Quelle: dpa
Joe Biden

Der US-Präsident will, dass alle Amerikaner freiwillig 100 Tage lang Masken tragen.

(Foto: dpa)

Washington Der neue US-Präsident Joe Biden hat an seinem zweiten Tag im Amt seine Pläne für die Bekämpfung der Corona-Pandemie vorangetrieben. Er unterzeichnete am Donnerstag zehn Erlasse, um die Produktion und Verteilung von Impfstoffen zu verbessern, die Testmöglichkeiten zu erhöhen und die Amerikaner zu mehr Maskentragen zu verpflichten. In den Anordnungen sind auch mehr Tests, Kontrollen und Quarantänen für Reisende aus dem Ausland sowie zusätzliche Hilfen für besonders betroffene Teile der Gesellschaft vorsehen. Der Plan umfasst etwa 200 Seiten.

„Wir sind nicht über Nacht in diesen Schlamassel geraten und es wird Monate dauern, um das umzukehren“, sagte Biden am Donnerstag. „Trotz der besten Absichten werden wir Rückschläge erleben.“ Aber Hilfe sei unterwegs, versprach er den Amerikanern. „Die Dinge werden schlimmer werden, bevor sie besser werden“, warnte Biden. Vermutlich werde die Zahl der Toten in den USA im kommenden Monat die Marke von 500.000 überschreiten.

Die Anordnungen sehen zudem eine Maskenpflicht auf Flughäfen und Teilen des Verkehrswesens wie in vielen Zügen und Flugzeugen vor. Eine solche Pflicht gibt es von Seiten der Unternehmen zwar ohnehin, aber eine Verordnung der Regierung macht es Maskenverweigerern noch schwieriger. Die verpflichtende Nutzung von Masken in Regierungsgebäuden hatte Biden bereits am Mittwoch verordnet.

Zudem bat Biden die US-Bürger unter dem Motto „Mask up!“, die kommenden 100 Tage freiwillig eine Maske zu tragen. Die „brutale Wahrheit“ sei, dass es noch Monate dauern werde, bis alle Amerikaner geimpft werden könnten. Ziel sei es, 100 Millionen Impfungen in 100 Tagen zu verabreichen. Biden will dafür auch auf Rüstungsgesetze zurückgreifen, um gezielt die Produktion anzukurbeln. Das US-Seuchenzentrum CDC gab am Donnerstag bekannt, dass sie bislang 16,5 Millionen Impfungen vorgenommen und 35,9 Millionen Impfdosen verteilt habe. In den USA leben etwa 328 Millionen Menschen.

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    Der neue Präsident hatte versprochen, entschlossener gegen die Pandemie vorzugehen als sein Vorgänger Donald Trump, beginnend beim genauen Befolgen der Richtlinien von Gesundheitsexperten wie eben dem Tragen von Masken. Biden steht mit seinen Vorhaben allerdings vor einer Reihe großer Hürden. In fast allen US-Staaten nehmen die Infektionen immer weiter zu, die Impfungen gehen ebenso schleppend voran wie in Europa. Zudem gibt es noch die politische Unsicherheit, ob die Republikaner sein 1,9 Billion Dollar schweres Konjunktur- und Corona-Paket mittragen wollen.

    „Wir müssen die Durchschnittsamerikaner darum bitten, ihren Teil beizutragen“, sagte Jeff Zients, Corona-Beauftragter des Weißen Hauses. „Um das Virus zu besiegen, braucht es eine koordinierte, landesweite Anstrengung.“

    Aus der Biden-Regierung heißt es, dass man nach wie vor damit kämpfe, dass Trumps Leute nach dem Wahlsieg Bidens nicht schon Informationen weitergegeben hätten. Unter anderem sei unklar, wie bisher die Impfstoffverteilung organisiert worden sei. Um mehr Impfstoffe herzustellen, autorisierte Biden die Nutzung eines Gesetzes aus dem Kalten Krieg namens Defense Production Act, mit dem private Unternehmen angewiesen werden können, notwendige Güter herzustellen.

    Mehr: Für US-Präsident Trump war die Weltgesundheitsorganisation ein rotes Tuch. Joe Biden hingegen will mit ihr kooperieren – nicht nur beim Kampf gegen Covid-19.

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