Niedrige Impfquoten: Europa droht die nächste Corona-Welle – Niedrige Impfquoten im Osten werden zum Problem
Mit 19 täglichen, an oder mit Covid Gestorbenen auf eine Million Einwohner verzeichnet Rumänien derzeit einen der höchsten Todesfallwerte weltweit.
Foto: via REUTERSIstanbul, Düsseldorf. Während in Deutschland das offizielle Ende der pandemischen Notlage naht, drohen in anderen Ländern Europas neue Infektionswellen und Lockdowns. Besonders trifft es ost- und südosteuropäische Länder. In Lettland hat die Regierung nach langen Beratungen ab Donnerstag die strengsten Ausgangsbeschränkungen seit Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020 verhängt.
Fast alle Geschäfte müssen schließen, Konzerte wurden abgesagt, abends und nachts gelten Ausgangssperren. Die Sieben-Tage-Inzidenz in dem Land liegt bei über 760.
Der lettische Gesundheitsminister wendete sich mit auffallend ehrlichen Worten an die Bevölkerung. „Für die Maßnahmen entschuldige ich mich bei den Menschen in Lettland, die für sich, ihre Verwandten und die Gesellschaft Verantwortung übernommen haben und geimpft sind“, sagte Daniels Pavluts. „Wir, die Regierung sind schuld daran, dass noch zu wenige Menschen geimpft sind. Deshalb müssen wir Sie bitten, ihr Leben für ein paar Wochen anzuhalten, damit wir nicht das Schlimmste erleben müssen.“
In Lettland sind nach Daten des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) nur 56 Prozent der Menschen über 18 Jahre voll geimpft. Und das trotz einer Impfpflicht für Pflegepersonal und Lehrer.