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IT-Industrie Bechtle profitiert vom Trend zum Homeoffice

Der IT-Dienstleister glänzt trotz Corona mit starken Quartalszahlen durch einen Digitalisierungsschub. Trotzdem bricht der Aktienkurs ein.
12.08.2020 - 15:57 Uhr Kommentieren
Am Kapitalmarkt machen sich inzwischen die hohen Erwartungen an den IT-Dienstleister bemerkbar. Quelle: Imago
Bechtle

Am Kapitalmarkt machen sich inzwischen die hohen Erwartungen an den IT-Dienstleister bemerkbar.

(Foto: Imago)

Stuttgart Der IT-Dienstleister Bechtle gehört zu den Profiteuren der Coronakrise. Der Digitalisierungsschub durch Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Homeoffice spielt dem im MDax notierten Unternehmen ebenso in die Karten wie die deutlich steigende Nachfrage von öffentlichen Auftraggebern nach IT-Infrastruktur und -dienstleistungen.

„Der Umsatzanteil der Aufträge von Behörden und Regierungen ist von 30 auf 35 Prozent gestiegen“, sagte Vorstandschef Thomas Olemotz in einer Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen. Als Beispiel nannte er den Großauftrag des Landes Niedersachsen, das die Schwaben zum zentralen IT-Dienstleister bestellt hat.

„Wir hatten insgesamt ein sehr starkes erstes Halbjahr“, betonte der Vorstandschef. Auch im Juli habe sich der positive Trend fortgesetzt. Er bekräftigte die Erwartung, dass Umsatz und Ergebnis im Gesamtjahr um mindestens fünf Prozent zulegen werden.

Im zweiten Quartal hat der IT-Dienstleister die Erlöse um 3,9 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro gesteigert. Das Betriebsergebnis (Ebit) verbesserte sich um 4,3 Prozent auf 60 Millionen Euro. Unter dem Strich kletterte der Gewinn um 4,1 Prozent auf 40,8 Millionen Euro. Corona habe auch zu deutlichen Kostensenkungen beim Unternehmen geführt, sagt Olemotz.

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    So seien die Reisekosten und die Kosten für den Fuhrpark mit 3500 Fahrzeugen in der Pandemie deutlich gesunken. Bechtle sei aber zu jeder Zeit auch wegen der guten und langjährigen Beziehungen zu den Hardware-Herstellern lieferfähig gewesen, betonte der Vorstandschef.

    Grafik

    Am Kapitalmarkt machen sich inzwischen die hohen Erwartungen an Bechtle bemerkbar. Trotz der robusten Zahlen brach der Aktienkurs zunächst um 3,7 Prozent auf 162 Euro ein. Analysten sehen aber keinen Grund zu Besorgnis, zumal die Aktie ihren Wert seit dem allgemeinen Börsentiefstand zur Hochzeiten der Coronakrise Mitte März schon wieder verdoppelt hat.

    Aktie: Bechtle unter den 50 größten börsennotierten Unternehmen

    Bechtle zählt mit einer Börsenkapitalisierung von rund sieben Milliarden Euro inzwischen zu den 50 größten börsennotierten Unternehmen in Deutschland. Der größte Aktionär ist die Gründerfamilie Schick mit gut 35 Prozent der Aktien. Seit Jahren wächst das Unternehmen jährlich auch mit vier bis fünf Akquisitionen pro Jahr. Geld ist auch zu Coronazeiten genug in der Kasse.

    Olemotz bezifferte die Liquidität mit 237 Millionen Euro. Dazu käme noch eine Kreditlinie in dreistelliger Millionenhöhe. Die Eigenkapitalquote der Schwaben liegt bei sehr soliden 42,7 Prozent. Nach einer Akquisition im ersten Halbjahr kündigte der Vorstandschef weitere Zukäufe noch in diesem Jahr an. Die Zahl der Beschäftigten stieg innerhalb eines Jahres um 1000 auf jetzt knapp 12.000 Mitarbeiter.

    Berührungsängste mit amerikanischen IT-Giganten hat das Unternehmen mit Hauptsitz in Neckarsulm nicht: Die Schwaben sind vor Kurzem Mittelstandspartner für die Google Cloud geworden. Besonders stolz ist Olemotz auf das Projekt zur Digitalisierung des Bildungswesens mit dem Hasso-Plattner-Institut. Bechtle ist gemeinsam mit Dataport, Capgemini und Ionos für den technischen Betrieb sowie die Beratung und Weiterentwicklung der Schul-Cloud zuständig.

    Mehr: Frühjahrsreport 2020: Bedarf an IT-Experten trotz Corona ungebrochen.

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