Neues Google-Tool: „Das erste Mal, dass ich instinktiv KI mag“
Mountain View, Düsseldorf. Erst Staunen, dann Entsetzen, schließlich der Zusammenbruch: Zwei Moderatoren durchleben in dem gut vier Minuten langen Podcast eine existenzielle Krise. „Wir sind von den Produzenten der Show informiert worden, dass wir keine Menschen sind“, sagt die männliche Stimme. Seine Kollegin will es kaum glauben, „nur eine Kolonne von Programmiercodes“, sagt sie, das stürze sie in eine „ultimative existenzielle Krise“.
Der Podcast mit dem gleichnamigen Titel sorgte im Silicon Valley für Aufsehen. So echt und mitreißend beklagen die beiden ihr Schicksal, so menschlich sind ihre Stimmen und Gedanken. Dabei handelt es sich nur um eine Künstliche Intelligenz (KI), die aus einer Handvoll von Schriftstücken einen Podcast gebaut hat.
Der Podcast wurde mit Notebook LM erstellt. Diese erweiterte Funktion der KI-Anwendung von Google gibt es seit wenigen Wochen und begeistert seitdem die Nutzer. So fertigte Adrian Blair, Vorstandschef der dänischen Review-Plattform Trustpilot, aus dem Halbjahresbericht seines Unternehmens einen Podcast. „Die zehn Minuten waren sehr unterhaltsam und voller wertvoller Einsichten.“ Und vor allem erreichte Blair eines – viel mehr Mitarbeiter beschäftigten sich mit den Geschäftszahlen.