Volocopter: Ärger bei Flugtaxi-Start-up – 177 Investoren drängen auf „faire Partizipation“
Der „Volo City“ von Volocopter. Für den Marktstart fehlt ihm noch die Zertifizierung
Foto: dpaDüsseldorf, Frankfurt. Dem Lufttaxi-Start-up Volocopter droht juristischer Ärger mit 177 seiner Investoren. Am Dienstagmorgen wurde dem gerade erst angetretenen Chef Dirk Hoke ein Schreiben einer Anwaltskanzlei zugestellt, die von der „Anlegergemeinschaft Volocopter“ beauftragt wurde. Diese will für ihre Mandanten eine „faire Partizipation“ erwirken.
In dem Brief, der dem Handelsblatt vorliegt, weist die Kanzlei auch auf angebliche handwerkliche „Fehler der Beteiligungsverträge“ hin, die offenbar Grundlage für ein Gerichtsverfahren werden könnten.
Volocopter sagte auf Anfrage des Handelsblatts zu den Vorwürfen: „Aufgrund der Verschwiegenheitsklausel, die Teil der Verträge ist, die wir unterschrieben haben, ist es uns nicht möglich, Ihnen gegenüber detailliertere Aussagen zum Vertrag zu treffen.“ Die Firma erklärte, Volocopter sei stets darauf bedacht, Verpflichtungen gegenüber Vertragspartnern „vollumfänglich“ zu erfüllen. Dies sei „selbstverständlich auch der Fall für die Verträge, die wir mit den Darlehensgeber:innen eingegangen sind.“
Konkret geht es um Verträge, die Volocopter – damals noch als E-Volo – vor neun Jahren mit 750 Kleinanlegern über die Crowd-Investment-Plattform Seedmatch geschlossen hat. Per Nachrangdarlehen konnte sich dort quasi jeder mit Beträgen zwischen 250 und 10.000 Euro beteiligen – und zu einer großen Vision beitragen.