Start-up Pulsewave: Neue Beratungsboutique bündelt Wissen zu Investitionen in Digital Health
Berlin. Nur sechs deutsche Digital-Health-Start-ups konnten im vergangenen Jahr mehr als zehn Millionen Euro Kapital von Investoren einsammeln. 2023 war das noch zehn Start-ups gelungen.
Das zeigt ein Report über Wagniskapital für Digital-Health-Start-ups in Deutschland und Europa im Jahr 2024. Veröffentlich hat ihn die Berliner Beratungsboutique Pulsewave, er lag dem Handelsblatt vorab vor.
Luisa Wasilewski hat Pulsewave vor einem halben Jahr gegründet. Das Unternehmen berät Investoren, Pharma-Unternehmen und Krankenkassen zum Digital-Health-Markt und vernetzt sie mit Start-ups. Für Wasilewski ist es ein deutliches Warnsignal, dass das Investorengeld schrumpft: „Wenn das so weitergeht, werden wir uns in fünf Jahren fragen: Wo sind all unsere Start-ups geblieben?“
Die Antwort auf diese Frage, glaubt sie, lautet: in den USA. In Deutschland seien die regulatorischen Hürden zu hoch, die Einnahmen und finanziellen Hilfen für junge Unternehmen zu gering.
Investoren halten sich zurück
Laut Pulsewave-Report agieren die Geldgeber derzeit eher verhalten. Im vergangenen Jahr flossen insgesamt 195 Millionen Euro (203 Millionen Dollar) in deutsche Digital-Health-Start-ups – das ist ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu den 347,5 Millionen Euro (362 Millionen Dollar) des Vorjahres.