E-Mobilität: VW-Batterietochter gründet Material-Joint-Venture mit Umicore
In der Powerco hat VW die Batterieentwicklung, den Bau von Zellfabriken und die Rohstoffbeschaffung bis hin zum Recycling der Akkus zusammengefasst. .
Foto: Stefan Warter/VWSalzgitter, Brüssel. Die Batteriesparte des Volkswagen-Konzerns und der belgische Materialtechnologiekonzern Umicore nehmen ihr neues Gemeinschaftsunternehmen Ionway in Betrieb. Das Joint Venture soll künftig die europäischen Batteriezellfabriken der VW-Tochter Powerco mit günstigen Materialien für die Akku-Produktion versorgen, teilten VW und Umicore am Freitag mit. Das soll auch die Preise für E-Autos senken.
„Gemeinsam mit unserem verlässlichen Partner Umicore beziehen wir unsere eigenen Schlüsselmaterialien für die Zellproduktion zu günstigen Konditionen“, sagte Powerco-Chef Frank Blome laut Mitteilung. „Sicherer Zugang ermöglicht es Powerco, dem Volkswagen Konzern über Jahre hinweg preislich wettbewerbsfähige Batteriezellen zu liefern. Damit können die Konzernmarken ihren Kunden attraktive, erschwingliche E-Fahrzeuge anbieten.“
Das neue Gemeinschaftsunternehmen mit Sitz in Brüssel soll bis zum Ende des Jahrzehnts die jährliche Produktionskapazität auf 160 Gigawattstunden pro Jahr steigern, und damit einen Großteil des Bedarfs der von VW geplanten Batteriefabriken in Europa decken. VW und Umicore hatten das Projekt vor einem Jahr angekündigt. Dafür wollen beide Partner drei Milliarden Euro investieren.
Eigene Batterieentwicklung an sechs Standorten
An der Spitze des neuen Gemeinschaftsunternehmens steht der bisherige Umicore-Manager Thomas Jansseune, als Finanzchef wurde ihm der bisherige Powerco-Mann Achim Holzer an die Seite gestellt.
In der Powerco hat VW die Batterieentwicklung, den Bau von Zellfabriken und die Rohstoffbeschaffung bis hin zum Recycling der Akkus zusammengefasst. VW plant in Europa bis 2030 sechs eigene Batteriezellfabriken. Der erste Standort entsteht gerade in Salzgitter, der nächste wird in Spanien in der Nähe von Valencia gebaut. Dort sollen ab 2026 die Batterien für den von VW geplanten Einstiegsstromer für unter 25 000 Euro entstehen.