Tuifly: Verdi bereitet Streiks bei Tuifly vor – Tarifgespräche gescheitert
Berlin. Passagiere der Airline Tuifly müssen sich womöglich auf Verzögerungen und Flugausfälle einstellen. Die Gewerkschaft Verdi teilte am Dienstag mit, sie bereite Warnstreiks vor, und begründete dies mit gescheiterten Tarifgesprächen. „Die Tarifkommission der Gewerkschaft hat Warnstreiks bei der Tuifly bereits beim Verdi-Bundesvorstand beantragt.“
An welchen Flughäfen Arbeitskampfmaßnahmen stattfinden sollen, werde man in Kürze entscheiden. Es geht um die Belange von rund 320 Beschäftigten der Tuifly Boden – also dem nicht-fliegenden Personal der Airline-Tochter des Touristik-Riesen Tui.
Tuifly äußerte sich nicht zu dem geplanten Arbeitskampf. Die Fluggesellschaft hat wie in der Branche üblich vieles rund um Gepäckabfertigung, Technik und das sogenannte Groundhandling an Servicefirmen ausgelagert.
Die Tarifverhandlungen mit der Tuifly über die Vergütungen und den Manteltarifvertrag der Firmentochter Tuifly Boden seien am Montagabend gescheitert, erklärte Verdi. Alle Beschäftigten der Tuifly – ob beim fliegenden Personal, am Boden oder in der Technik – arbeiteten mit hohem Engagement und hätten Wertschätzung und Respekt von ihren Arbeitgebern verdient. „Genau diesen Respekt vermissen wir in den laufenden Tarifverhandlungen“, sagte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Christine Behle.
Vor rund zwei Wochen hatte es eine Tarifeinigung beim Kabinenpersonal der Tuifly gegeben und im März auch einen Abschluss mit den Piloten.