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TarifrundeVerdi-Chef stimmt auf harten Tarifkonflikt mit Ländern ein

In den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst liegen die Vorstellungen der Verhandlungspartner noch weit auseinander. Verdi-Chef Werneke hält die Klagen der Länder für übertrieben. 28.11.2025 - 07:07 Uhr Artikel anhören
Frank Werneke: Der Verdi-Chef droht mit Streiks. Foto: Christophe Gateau/dpa

Berlin. Verdi-Chef Frank Werneke pocht in der Tarifrunde für den öffentlichen Dienst der Länder auf einen Abschluss, der nicht hinter dem von Bund und Kommunen zurückbleibt. Das sei das ganz klare Ziel, sagte Werneke am Donnerstag in Berlin.

Für die Beschäftigten von Bund und Kommunen wurde im April 2025 eine zweistufige Lohnerhöhung um 5,8 Prozent über 27 Monate vereinbart. Hinzu kamen weitere Verbesserungen, etwa bei Urlaubstagen und Wechselschichten.

In die am Mittwoch beginnenden Verhandlungen gehen Verdi und der Deutsche Beamtenbund (dbb) mit der Forderung nach sieben Prozent mehr Lohn, mindestens aber 300 Euro mehr im Monat. Die Arbeitgeber wiesen dies als unbezahlbar zurück. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 12,6 Milliarden Euro, sagte der Verhandlungsführer der Länder, Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD). Dies sei zu viel und nicht leistbar.

Werneke wies den Vorwurf einer astronomischen Forderung zurück. Bundesweit seien im öffentlichen Dienst 600.000 Stellen unbesetzt. Die Verdienste im Bereich der Länder hinkten außerdem seit dem Austritt der Arbeitgeber aus der gemeinsamen Tarifgemeinschaft mit Bund und Kommunen vor 20 Jahren hinterher. Die Unterschiede zeigten sich etwa bei den Gehaltstabellen sowie bei Schicht- und Wechselschichtzulagen.

Auch Klagen der Arbeitgeber über eine schlechte Finanzausstattung wies Werneke zurück. Die wirtschaftliche Lage der Länder sei vergleichsweise gut. Ihre Einnahmen stiegen in diesem Jahr um 5,1 Prozent. Finanzprobleme seien teilweise „selbst gewähltes Schicksal“, da die Länder im Bundesrat Steuersenkungen zustimmten, die ihre Einnahmen schmälerten.

rtr
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