Kaffeekette: Mit Rabatten und per App – Luckin Coffee greift in den USA an
New York, Shanghai. In seinem Heimatmarkt China ist Luckin Coffee die größte Kaffeekette, für die Bankangestellten an der New Yorker Wall Street erst einmal ein neues und ziemlich ungewöhnliches Café. In der Filiale in der nahe gelegenen Maiden Lane gibt es weder Tische noch Stühle, zwischen Eingangstür und Kaffeebar haben Kunden nur zwei Armlängen Platz. Und auch eine Kasse suchen Gäste hier vergebens.
Wer ein Heißgetränk in einem der blauen Pappbecher im Schnabeltassendesign bestellen will, muss vorher über die Smartphone-App des Unternehmens ordern. Das Café-Erlebnis erinnert an das Onlineshopping bei großen chinesischen Händlern wie Temu, bei denen Nutzer mit bunten Angebots- und Aktionskacheln überhäuft werden. Luckin wirbt vor allem mit dauerhaften Rabatten, die oft zwischen 30 und 50 Prozent liegen. Einfache Kaffeevariationen sind damit für teils unter zwei Dollar erhältlich.
Die Ambitionen von Luckin sind groß, insbesondere in den USA. „Die Vereinigten Staaten sind als weltweit größter Markt für Kaffeekonsum mit einer reichhaltigen Kaffeekultur ein strategisch wichtiger Markt für die globale Expansion von Luckin Coffee“, sagt Mitbegründer Jinyi Guo.
Das ist als Ansage an die Wettbewerber zu verstehen. Und dass Luckin Coffee nun in den Markt drängt, dürfte vor allem die Kaffeekette Starbucks mit Sitz in Seattle vor neue Probleme stellen. Auch sie passt derzeit ihre Strategie an.