Autoindustrie : Zulieferer ZF baut sein Werk in den USA aus
Stuttgart. Der Technologiekonzern und Autozulieferer ZF investiert massiv in den USA. Das Unternehmen baut sein Getriebewerk in Gray Court, South Carolina, für 500 Millionen US-Dollar (rund 460 Millionen Euro) aus. Es soll für die nächste Generation der Antriebstechnologien für Pkw und Nutzfahrzeuge umgerüstet werden, teilt das Unternehmen am Dienstag mit.
Künftig soll dort die neueste Version des Acht-Gang-Automatikgetriebes gebaut werden können. Dieses Getriebe wird in Deutschland von BMW verwendet und ist auch für Plug-in-Hybridfahrzeuge geeignet, die auf dem US-Markt immer stärker nachgefragt werden. Zu den Auftraggebern zählen Dodge und Jeep.
Durch die Investition sollen bis zu 400 neue Arbeitsplätze entstehen. Bereits 2021 hatte ZF angekündigt, mit einer Investition über 200 Millionen Dollar bis 2025 die Produktionskapazität auf 200.000 Getriebe in Gray Court zu erhöhen. Die aktuelle Investition ist zusätzlich. Die Höhe der beantragten staatlichen Förderung nannte das Unternehmen nicht.
Erstes ZF-Werk in Nordamerika
ZF verspricht sich von dem Ausbau mehr Flexibilität. „Wir entwickeln uns mit den Märkten und Bedürfnissen unserer Kunden – je nachdem, welche Elektrifizierungsstrategie sie verfolgen“, sagt ZF-Vorstandsmitglied Stephan von Schuckmann.